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 Verein August Macke Haus e.V. (Hg.)
August Macke –
Humoristische Zeichnungen und Karikaturen
Nr. 53 Schriftenreihe Verein August Macke Haus Bonn
1. Auflage 2007
180 S. mit zahlr. s/w- u. farb. Abb., 21 x 17,7 cm
ISBN 10: 3-929607-53-0
ISBN 13: 978-3-929607-53-6
EUR 18,-
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Aus Anlass des 120. Geburtstagsfestes von August Macke (1187-1914) präsentiert das August Macke Haus einen bislang weitgehend unbekannten Aspekt seines umfangreichen Oeuvres: Rund 100 humoristische Zeichnungen, Druckgrafiken, Aquarelle und Gemälde, die z. T. noch nie ausgestellt wurden, veranschaulichen das überaus humorvolle Naturell des Künstlers und beleuchten sein persiflierendes Treiben, das schon mit seinen frühen Arbeiten einsetzt und sich durch sein gesamtes Schaffen zieht.
August Macke betrieb das Karikieren vor allem als "Atelierspaß", zum privaten Amüsement, ohne dezidiert künstlerisch-ästhetischen Anspruch und gesellschaftskritische Intention. Dabei hielt er zumeist das charakteristische Äußere seiner Mitmenschen, ihre Missgeschicke und Schwächen humoristisch überzeichnet fest und brachte in den zahlreichen spontanen Skizzen, durchgearbeiteten Kompositionen und Bilderfolgen vielfältige Mittel und Motive der Karikatur zum Einsatz.
Familienmitglieder, Lehrer und persönliche Bekannte stellte August Macke in erheiternden Porträts dar. Auch mit der bildenden Kunst verschiedener Epochen und Kulturkreise setzte Macke sich auf ironische Weise auseinander. Diese Kunstparaphrasen - beispielsweise auf Werke von Arnold Böcklin (1827-1901), Wilhelm Tischbein (1751-1829) und Katsushika Hokusai (1760-1849) - sind als amüsante Weiterverarbeitungen von ihm bewunderter Kunstschöpfungen zu betrachten, die ihm als Inspiration für kleine Späße dienten. Die Persiflagen auf die Künstlervereinigung des "Blauen Reiters", an deren Aktivitäten Macke sich selbst 1911 nur für kurze Zeit beteiligte, sind dagegen mit einem kritisch-sarkastischen Unterton versehen.
Seit seiner Jugendzeit hielt August Macke immer wieder auch von ihm beobachtete kauzige Typen und amüsante Begebenheiten in bildsatirischer Weise fest. In seinem privaten Umfeld sowie auf der Straße, in Cafés und Varietés war er ständig mit einem Skizzenblock unterwegs und sammelte Motive. Themenkreise wie "Trinkgelage" oder "Soldatenleben" weisen enge Bezüge zu Mackes eigenem Lebenslauf auf und bilden somit auch eine Ergänzung seiner Biografie.
In Mackes Korrespondenz mit Elisabeth und Freunden, in Gästebüchern wie jenem von Fried Lübbecke aus Frankfurt sowie auf einigen losen Blättern sind Bilderfolgen des Künstlers erhalten, die zum Teil von Versen oder erläuternden Unterschriften begleitet sind. In der Struktur der Verquickung von Bild und Wort sind sie Werken Wilhelm Buschs (1832-1908) vergleichbar, das Macke sehr schätzte und liebte.
Die Kuratorin Dr. Beate Marks-Hanßen, geb. 1968 in Borken/Westfalen, studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Ethnologie in Trier und Bonn und promovierte zum Thema "Innere Emigration? 'Verfemte' Künstlerinnen und Künstler in der Zeit des Nationalsozialismus" (erschienen 2006). Seit mehreren Jahren ist sie freie Mitarbeiterin des August Macke Hauses, der Kunst- und Ausstellungeshalle der Bundesrepublik Deutschland sowie des Rheinischen Landesmuseums in Bonn.
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