K. Ludwig Pfeiffer über das Symposion und Kommunikation damals und heute
09.03.2022

K. Ludwig Pfeiffer über das Symposion und Kommunikation damals und heute

"Das römische Symposium wies kaum eine Gemeinsamkeit mit dem Symposion Athens auf"

Interview mit K. Ludwig Pfeiffer über das Symposion und Kommunikation damals und heute

Die Frage nach dem gesellschaftlichen Zusammenhalt gehört heute zu jenen, die besonders häufig gestellt wird. Die Krisen der jüngeren Vergangenheit - Eurokrise, Migrationskrise, Klimakrise, Coronakrise usw. - scheinen neben ihrer jeweiligen eigenen Krisenhaftigkeit tiefe Risse innerhalb der modernen Gesellschaften freizulegen. Dieser Befund verlangt nach Reparatur, insbesondere nach einer Reparatur der gesellschaftlichen Kommunikation. Der Literatur- und Kulturwissenschaftler Prof. Dr. K. Ludwig Pfeiffer konstatiert in diesem Zusammenhang einen Verlust an Streitkultur, einen Verlust an spielerischen Formen der Vergesellschaftung. Formen und Rituale, die das klassische Athen einst im Symposion eingeübt und ausgelebt hatte. Diesem verlorengegangenen Gastmahl der Antike geht Professor Pfeiffer in seinem Buch auf die Spur und durchforstet dabei Geschichte und Literatur nach Praktiken des sozialen Zusammenhalts. L.I.S.A. - Das Wissenschaftsportal der Gerda-Henkel-Stiftung hat ihm dazu Fragen gestellt.

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