Der Überschuss der Gerechtigkeit

Perspektiven der Kritik unter Bedingungen modernen Rechts

  • Erscheinungsdatum: 27.04.2009
  • Buch
  • 272 Seiten
  • 22 x 14 cm
  • ISBN 9783938808634
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Beschreibung


Das Buch erläutert den Begriff der Gerechtigkeit von seinem normativen »Überschuss« aus. Dieses Strukturmoment der Gerechtigkeit ist von der Philosophie auf unterschiedliche Weise artikuliert worden: als regulative Idee, als messianisch-utopischer Horizont oder – unter Bedingungen modernen Rechts – als »Exhaustionsprinzip« der Verfassungsordnungen.

In Auseinandersetzung insbesondere mit Rousseau und Kant, der Diskurstheorie des Rechts, den Arbeiten Benjamins und der Dekonstruktion gelangt Reinhardt zu einem wesentlich kritischen Verständnis, das den normativen Leitideen der Moderne keinen definitiven Fluchtpunkt zuweist. Irreduzibel auf jede bestehende Ordnung erweist sich die Gerechtigkeit (und die damit verwobenen Vorstellungen von Menschenrechten und Demokratie) als Ausgangspunkt von Veränderung und Kritik; einer Kritik, die sich an der gerechtigkeitsspezifischen Spannung von Besonderem und Allgemeinem, partikularer Einlösung und universalistischem Anspruch entzündet und nicht zur Ruhe kommt.

Jörn Reinhardt


Jörn Reinhardt war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Staatslehre und Rechtstheorie der Humboldt Universität zu Berlin. Philosophie und Jurastudium an der Freien Universität Berlin und in Essex (England). Promotion am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin. Seit 02/2010 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Informations- und Kommunikationsrecht, Gesundheitsrecht und Rechtstheorie, Universität Hamburg Veröffentlichungen zur Politischen Philosophie, Rechtsphilosophie, zum Verhältnis von Recht, Literatur und Philosophie, sowie zum Verfassungs- und Europarecht.