Digitalisierung der Lebenswelt

Studien zur Krisis nach Husserl

  • herausgegeben von Christine Dunger , Martin W. Schnell
  • Erscheinungsjahr: 2019
  • Erscheinungsdatum: 01.05.2019
  • Buch
  • 200 Seiten
  • 22.2 x 14 cm
  • ISBN 9783958321700
noch nicht erschienen
Auf den Merkzettel

Beschreibung


Der umfassende Prozess der weltweiten Digitalisierung prägt alle gesellschaftlichen Systeme in unterschiedlicher Weise. Wie sehr verändert die Digitalisierung die uns bekannte Welt und die Vulnerabilität des Lebens? Sind die damit verbundenen Transformationen gar wünschenswert und/oder notwendig?
In Hinblick auf eine Vergewisserung dessen, was als (unsere) Welt anzusehen ist, bietet sich der Begriff der Lebenswelt im Ausgang von Edmund Husserl an. Demnach ist es eine wirklich anschauliche, wirklich erfahrene und erfahrbare Welt, in der sich unser ganzes Leben praktisch abspielt. Technisierung bedeutet eine Veränderung dieses menschlichen Weltverhältnisses. Husserl attestierte seinerzeit eine Lebensweltvergessenheit, die zu einer Krise Europas und des europäischen Menschentums beitragen würde. Daher setzte er sich für eine Rehabilitierung der Lebenswelt als Sinnesfundament ein. Diese berühmte Diagnose und jene Maßnahme sind seit Husserls Tagen immer wieder aufgegriffen worden.
Wird die Digitalisierung die Welt in eine komplett künstliche Welt transformieren, die den Zusammenhang von persönlicher Erfahrung, Leiblichkeit, gesellschaftlichen Institutionen und Erscheinungen der Natur aufgekündigt hat? Bevor eine solche Befürchtung geglaubt werden kann, gilt es, grundlegende Muster der Digitalisierung im Hinblick auf ihre lebensweltliche Konkretion zu befragen.
Die vorliegende Studie untersucht Prozesse und deren Querverbindungen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Verkehr, Wissen, Bildung, Literatur, Gesundheit und Erotik.

Christine Dunger


Christine Dunger (Ph.D., Pflegewissenschaft) ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Sozialphilosophie und Ethik, Fakultät für Kulturreflexion, Universität Witten/Herdecke. Sie arbeitet als Dozentin an verschiedenen Hochschulen und Mitglied der Ethikkommission der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft.

Martin W. Schnell


Martin W. Schnell ist Universitätsprofessor für Sozialphilosophie und Ethik, Fakultät für Kulturreflexion und Direktor des Instituts für Ethik und Kommunikation im Gesundheitswesen (IEKG) Fakultät für Gesundheit, Universität Witten/Herdecke. Veröffentlichung bei Velbrück Wissenschaft: Ethik im Zeichen vulnerabler Personen 2017).