Kultur des Selbstdenkens

Versuch über öffentliche Philosophie

  • broschiert
  • ca. 160 Seiten
  • erscheint September 2022
  • Sprache des Textes: Deutsch
  • 22,2 cm x 14,0 cm
  • 1. Auflage 2022
  • ISBN 978-3-95832-307-0
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Beschreibung


Unter den Fächern, die man an Universitäten studieren kann, sticht die Philosophie heraus, weil sie im Gegensatz zu anderen Disziplinen das Prädikat akademisch verträgt. Während die Rede von ›akademischer Philosophie‹ nicht merkwürdig klingt, sind Fächer wie Physik, Biologie und Mathematik zwar wissenschaftliche Disziplinen – und doch spricht man nicht von akademischer Physik, akademischer Biologie oder akademischer Mathematik. Dass diese und andere Disziplinen an Universitäten und Forschungseinrichtungen betrieben werden, versteht sich von selbst.

Die Existenz der akademischen Philosophie ließe sich vor diesem Hintergrund als Bestätigung dafür anführen, dass es eine nichtakademische, mithin öffentliche Philosophie geben muss. Wir würden, so der Gedanke, nicht von akademischer Philosophie sprechen, wenn es keine nichtakademische gäbe. Doch hat sich die Frage nach öffentlicher Philosophie damit erübrigt? Steht immer schon fest, was öffentliche Philosophie ist? In seiner essayistisch gehaltenen Untersuchung verneint Claus Langbehn diese Frage, um Raum zu schaffen für eine konzeptionelle Auseinandersetzung. Im Mittelpunkt steht der Versuch, einen Begriff des Selbstdenkens zu entwickeln, der Grundlage sein kann für eine Antwort auf die Frage danach, was öffentliche Philosophie ist.

Akademische Philosophie ist dabei kein Gegenstand polemischer Zurückweisung. Stattdessen plädiert der Autor dafür, einen Raum der Philosophie zu denken, in dem akademische und öffentliche Philosophie wechselseitig aufeinander bezogen sind, öffentliche Philosophie aber verständlich für ein möglichst großes Publikum ist und keine Angst vor noch so abwegig wirkenden Themen haben muss.

Claus Langbehn


Claus Langbehn
© privat

Claus Langbehn ist Leiter der von ihm gegründeten denkwerkstatt grenzenlos in Berlin. Zuvor war er – nach Promotion (2003) und Habilitation (2010) – Gastprofessor in Brasilien, Gastdozent in China und Forschungsstipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung im Feodor Lynen-Programm für erfahrene Wissenschaftler in den USA und Deutschland. Arbeitsschwerpunkte: Praktische Philosophie, Wahrnehmungsphilosophie, öffentliche Philosophie, Geschichte der modernen Philosophie. Bei Velbrück Wissenschaft erschienen: Globale Kultur (2018)