Künstler, Literaten und ihre Mäzene: Sie versammelten sich in Paris, in Sanary-sur-Mer, am Cap d' Antibes oder in London, New York und Prag. Noch heute faszinieren uns die Ausstrahlung und kreative Dynamik dieser Künstlergruppen. Hugo Bergham spürt in seinem aufschlussreichen und gewitzten Buch ganz unterschiedlichen Kulturszenen quer durch das 20. Jahrhundert nach, immer mit der Frage: was machte die Gruppen aus, was verband sie, warum implodierten manche irgendwann.
Das Buch bietet Abstecher in das atemberaubende Jena, wo 1794 Goethe auf Schiller traf und danach nichts mehr so wie vorher war. Es geht weiter mit Rilke nach Prag, wo er sich mit Kafka, Brod und Werfel umringt, um danach nach Worpswede bei den Naturfreunden rund um seine Frau Clara Westhoff zu reisen. Im Hotel Majestic versammelten an einem einzigen Abend Sydney und Violet Schiff die Größen ihrer Zeit: Proust, Joyce, Picasso, Strawinski, Diaghilev. Von dort geht es nach Paris ins Studio von Auguste Rodin und in die Künstlerszene rund um James Joyce, Edith Stein, Ernest Hemingway und viele andere.
Eine hochspannende, unterhaltsame Tour d’Horizon mit ganz neuen Erkenntnissen und Einsichten.