Das Seidenbrokatsofa

Roman

  • Paperback
  • 21,5 cm x 14,0 cm
  • 252 Seiten
  • 18.10.2021
  • 1. Auflage
  • ISBN 978-3-947373-67-3
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Beschreibung


Der Geist der 70er Jahre 

Die Sinologie-Studentin Betty Pütz erlebt eine aufregende Zeit, und sie ist offen für neue politische Ideen, aber auch alternative Lebensformen und Beziehungen. Sie besucht Konzerte von Jimi Hendrix und Rio Reiser auf Fehmarn. In der Lüneburger Heide, der Heimat ihres Freundes John, wird das Leben in einer Kommune erprobt. Die von Diktatoren befreiten Länder Portugal und Griechenland bilden den Hintergrund für leidenschaftliche Liebschaften. In West-Berlin ist Betty Teil eines Buchladenkollektivs. Hier erlebt sie aus erster Hand, was es bedeutet, wenn politische Gruppierungen den Buchladen besetzen wollen – die Anfänge der RAF.

Betty kann als erste Studentin nach der Kulturrevolution in die VR China reisen. Sie schreibt ein Buch und kehrt für Lesungen immer wieder in die Lüneburger Heide zurück. Johns Mutter, Gräfin genannt, stellt Betty ihr kostbares Seidenbrokatsofa zur Verfügung: Es wird zum Ausgangspunkt vieler Geschichten, die Betty ihr an langen Abenden erzählt.

Ein Roman über ein schillerndes Jahrzehnt voller Umbrüche.

Erscheint auch als E-Book.

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Jenny Schon


Jenny Schon
© Doris Spiekermann-Klaas/Tagesspiegel

Jenny Schon ist gelernte Buch- und Kunsthändlerin. Sie studierte Sinologie, Publizistik, Philosophie und Kunstgeschichte. Sie hatte Lehraufträge für chinesische Philosophie und ist Autorin von Fachbüchern, Prosa und Lyrik. 2016 erhielt sie den Andreas-Gryphius-Preis für ihr Lebenswerk. Der im Dittrich Verlag erschienene Roman »Der Duft der Bücher« wurde mit dem Preis »Aufstieg durch Bildung« ausgezeichnet.

 

Lesungen »Das Seidenbrokatsofa«:

Berlin-Wilmersdorf, 30.10.21: 19 Uhr in der Künstlerkolonie am Breitenbachplatz 1

Berlin-Charlottenburg, 24.11.21: 18.30 Uhr in der Galerie Lancini, Seelingstraße 29

Berlin-Steglitz, 15.12.21: 19 Uhr im Antiquariat Primobuch, Herderstraße 24

Berlin-Charlottenburg, 8.3.21: 19:30 Uhr im Terzo Mondo, Grolmannstr. 28: Jenny Schon liest zum Frauentag Gedichte und Geschichten aus »Das Seidenbrokatsofa«

 

 

Pressestimmen


Vom Sofa aus eine Zeitreise zurück in die 70er, mit Erfahrungen aus dem West-Berliner Kommunenleben und den Versuchen, ein Buchladenkollektiv aufzubauen, mit Konzerten von Jimi Hendrix und Rio Reiser und wilden Reisen nach Portugal & Spanien – und China. Ein echter Trip.
Tanja Dückers, Schriftstellerin
Jenny Schon beschreibt in ihrem Roman Das Seidenbrokatsofa das schillernde Jahrzehnt der 1970er Jahre. Die Studentenbewegung der 1960er Jahre, die sie schon in dem Roman Der Duft der Bücher behandelte, ist zwar zu Ende, aber die Experimente gehen weiter, politisch und privat. Ihre Protagonistin Betty Pütz, eine in Berlin lebende Sinologie-Studentin, erlebt ein aufregendes Jahrzehnt, das ihr über das Politische hinaus auch viel Sinnliches und Experimentelles zu bieten hat.
literaturkritik.de, 03.01.2022.
Mit dem grafisch wunderbar gestalteten Buchumschlag des „Seidenbrokatsofas“ wird die stürmische Dekade der 1970er Jahre Seite für Seite lebendig. Und bei den Älteren, die die Zeit damals erlebt und mitgestaltet haben, leben vergessene Erinnerungen wieder auf, für die Jüngeren werden Spuren sichtbar gemacht, die bis heute unser Leben menschlicher und gleichberechtigter machen. Ganz besonders ist auch der Schwung und Elan des damals neuen „Das Private ist politisch“ zu spüren, den die Autorin von Anfang bis zum Schluss gekonnt durchhält. Es ist auf jeder Seite zu spüren, dass nicht nur Betty Pütz, sondern auch die Autorin Jenny Schon bis heute von diesen Zeitgeist geprägt ist und davon noch reichlich zehren kann.
Anna Gerstlacher, Jan. 2022.