Das Seidenbrokatsofa

Roman

  • ISBN 978-3-947373-67-3
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Beschreibung


Der Geist der 70er Jahre 

Die Sinologie-Studentin Betty Pütz erlebt eine aufregende Zeit, und sie ist offen für neue politische Ideen, aber auch alternative Lebensformen und Beziehungen. Sie besucht Konzerte von Jimi Hendrix und Rio Reiser auf Fehmarn. In der Lüneburger Heide, der Heimat ihres Freundes John, wird das Leben in einer Kommune erprobt. Die von Diktatoren befreiten Länder Portugal und Griechenland bilden den Hintergrund für leidenschaftliche Liebschaften. In West-Berlin ist Betty Teil eines Buchladenkollektivs. Hier erlebt sie aus erster Hand, was es bedeutet, wenn politische Gruppierungen den Buchladen besetzen wollen – die Anfänge der RAF.

Betty kann als erste Studentin nach der Kulturrevolution in die VR China reisen. Sie schreibt ein Buch und kehrt für Lesungen immer wieder in die Lüneburger Heide zurück. Johns Mutter, Gräfin genannt, stellt Betty ihr kostbares Seidenbrokatsofa zur Verfügung: Es wird zum Ausgangspunkt vieler Geschichten, die Betty ihr an langen Abenden erzählt.

Ein Roman über ein schillerndes Jahrzehnt voller Umbrüche.

Auf allen gängigen Plattformen auch als eBook lieferbar.

Lesung vom 11. August 2023 in der Galerie GEDOK (Berlin):

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Jenny Schon


Jenny Schon
© Doris Spiekermann-Klaas/Tagesspiegel

Jenny Schon ist gelernte Buch- und Kunsthändlerin. Sie studierte Sinologie, Publizistik, Philosophie und Kunstgeschichte. Sie hatte Lehraufträge für chinesische Philosophie und ist Autorin von Fachbüchern, Prosa und Lyrik. 2016 erhielt sie den Andreas-Gryphius-Preis für ihr Lebenswerk. Der im Dittrich Verlag erschienene Roman »Der Duft der Bücher« wurde mit dem Preis »Aufstieg durch Bildung« ausgezeichnet.

 

Lesungen mit Jenny Schon 2023:

 

11.08.: Gedok-Galerie, Bln.-Charlottenburg, Suarezstr. 57, 19 Uhr: Lesung zur GEDOK-Ausstellung: »Entgrenzung, Freiräume, Lebensräume«: Das Seidenbrokatsofa

29.04.: Primobuch, Herder/Gritznerstraße, Steglitz, 19 Uhr: Lesung der Künstlergilde Autoren mit Ursula Haas, Hanno Hartwig, Martin Kirchhoff, Jenny Schon

22.03.: Charlottenburg, Lancini Galerie, Seelingstr. 29, 18:30 Uhr: Jenny Schon liest aus ihrem neuen Lyrikband "Zukunft atmen".

08.03.: Berlin, Künstlerkolonie e.V., Breitenbachplatz 1, 19 Uhr: Lesung zum Frauentag: Ich dachte mich männlich – Zum 5. Todestag der Malerin und Feministin Gisala Breitling (27. Mai 1939 -12. März 2018) mit Claudia Risch (Saxophon) und Astrid Weins (Bass)

08.03.: Berlin, 15 Uhr, Betty-Hirsch-Platz: "Sehen will gelernt sein" Zum Todestag der blinden Sängerin Betty Hirsch.

12.02.: Charlottenburg, 16 Uhr bei GEDOK e.V., Suarezstraße 57:  "Sehen will gelernt sein". Über die blinde Sängerin Betty Hirsch". Lesung zur Finissage der LAP-Ausstellung    

Pressestimmen


Vom Sofa aus eine Zeitreise zurück in die 70er, mit Erfahrungen aus dem West-Berliner Kommunenleben und den Versuchen, ein Buchladenkollektiv aufzubauen, mit Konzerten von Jimi Hendrix und Rio Reiser und wilden Reisen nach Portugal & Spanien – und China. Ein echter Trip.
Tanja Dückers, Schriftstellerin
Jenny Schon beschreibt in ihrem Roman Das Seidenbrokatsofa das schillernde Jahrzehnt der 1970er Jahre. Die Studentenbewegung der 1960er Jahre, die sie schon in dem Roman Der Duft der Bücher behandelte, ist zwar zu Ende, aber die Experimente gehen weiter, politisch und privat. Ihre Protagonistin Betty Pütz, eine in Berlin lebende Sinologie-Studentin, erlebt ein aufregendes Jahrzehnt, das ihr über das Politische hinaus auch viel Sinnliches und Experimentelles zu bieten hat.
literaturkritik.de, 03.01.2022.
Mit dem grafisch wunderbar gestalteten Buchumschlag des „Seidenbrokatsofas“ wird die stürmische Dekade der 1970er Jahre Seite für Seite lebendig. Und bei den Älteren, die die Zeit damals erlebt und mitgestaltet haben, leben vergessene Erinnerungen wieder auf, für die Jüngeren werden Spuren sichtbar gemacht, die bis heute unser Leben menschlicher und gleichberechtigter machen. Ganz besonders ist auch der Schwung und Elan des damals neuen „Das Private ist politisch“ zu spüren, den die Autorin von Anfang bis zum Schluss gekonnt durchhält. Es ist auf jeder Seite zu spüren, dass nicht nur Betty Pütz, sondern auch die Autorin Jenny Schon bis heute von diesen Zeitgeist geprägt ist und davon noch reichlich zehren kann.
Anna Gerstlacher, Jan. 2022.
Die Sprache und die lebensnahen Geschichten machen das Buch lesenswert. Bei mir bleibt der Eindruck, dass der Schleier der Geschichte für einen Moment gelüftet wurde, damit ich die Alltagsgeschichten hinter der Geschichtsschreibung erleben durfte. Manchmal hätte ich gerne länger verweilt und den Geschichten vom Seidenbrokatsofa gelauscht.
Dr. Maria Werthan
Fast 50 Jahre später gelingt es der immer noch in Berlin lebenden Autorin Jenny Schon überzeugend, den Schwung und Elan des damals virulenten Slogans ›Das Private ist politisch‹ erneut aufleben zu lassen. [...] und wir LeserInnen genießen den Sog der Erneuerungen und Veränderungen mit jeder Seite aufs Neue.
Anna Gerstlacher, Virginia, Herbst 2022, Nr. 73.