Unveröffentlichte Poesie und Tuschezeichnungen

Was es bedeutet, kann der Name nicht sagen

  • 1. Auflage 2015
  • 24,5 cm x 17,5 cm
  • 120 Seiten
  • Hardcover mit Schutzumschlag
  • Sprache des Textes: Deutsch
  • erschienen: August 2015
  • ISBN 978-3-911586-17-7
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Beschreibung


Das Werk des Hann Triers, einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Informel, wird primär mit seinen zahlreichen Leinwandbildern, Aquarellen, Druckgraphiken und den in den letzten Jahrzehnten geschaffenen Wand- und Deckengemälden in Verbindung gebracht. Weniger bekannt sind seine Gedichte, seine Faszination für das Spiel mit der Sprache, mit Wörtern und Zitaten sowie seine Vorliebe für Erzählungen, die inhaltlich wie gestalterisch bereits seit den frühen 1950er Jahren eine große Rolle für ihn gespielt haben. Der vorliegende Band widmet sich diesem bildnerisch-sprachlichen Phänomen. Wie Bilder und Worte in seinem Œuvre miteinander im Dialog stehen, wird in den bisher unveröffentlichten Zeugnissen ablesbar: den aus unterschiedlichsten Anlässen entstandenen Gedichten, der Bildserie ›Das gesteigerte Alphabet‹ (1991) und den »Tuschezeichnungen zur Poesie« aus den 1980er Jahren. In den Zeichnungen bildet sich über die Farbigkeit und Rhythmik des Schriftzuges eine gestische Struktur, die den Wortinhalt in den Hintergrund treten lässt und allein den kreativen Wahrnehmungsprozess dominiert: »Was es bedeutet, kann der Name nicht sagen.« Das anlässlich des 100. Geburtstages des Künstlers von der »Kunststiftung Hann Trier« herausgegebene Buch erschien 2015 im Richter Verlag und seit 2026 im Barton Verlag.


Hann Trier wurde 1915 in Kaiserswerth bei Düsseldorf geboren. Für sein künstlerisches Schaffen wurde ihm 1989 das Verdienstkreuz des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen. 1999 starb Hann Trier im Alter von 84 Jahren in seinem Haus in der Toskana. Seine Werke zeichnen sich durch differenzierte Linienspiele und einen netzartigen Bildaufbau vor bewegten Farbhintergründen aus, die zum Teil beidhändig geschaffen wurden. 1995 wurde die Kunststiftung Hann Trier zur Pflege und kunstwissenschaftlichen Bearbeitung seines Werkes vom Künstler selbst gegründet.