Fett, das nicht kalt wird

Zur Gegenwärtigkeit des Joseph Beuys

  • 24 Abb., davon 13 farbig
  • 1. Auflage
  • Erscheinungsdatum: 19.04.2021
  • broschiert
  • 112 Seiten
  • 24 x 17 cm
  • ISBN 9783775814157
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Beschreibung


Die Aufgabe bestünde nicht darin, Beuys als Reliquie vor sich her zu tragen, sondern ihn wieder ermutigend im Rücken zu spüren!

Der vorliegende Band soll durch einige Nachträge, Anmerkungen und Fragmente die eklatante Leerstelle einer fruchtbaren Beuys-Rezeption nur markieren, vielleicht auch erhellen und erkunden, nicht aber ausfüllen. Er bildet das Resultat einer längeren Sammlertätigkeit in studentischen und künstlerischen Kreisen und erweist Beuys mindestens dadurch Reverenz, dass er das Disparate affirmiert und dabei die hedonistische Grenzgängerschaft zwischen Theorie und Praxis erprobt.
Die Leserinnen und Leser erwarten wissenschaftliche und essayistische Texte, die alte und grundsätzliche Fragen zu Beuys umkreisen, übersehene Bezüge und Kontexte herstellen und vermeintlich bekannte Werke – etwa die unausdeutbaren 7.000 Eichen oder den hermetischen Blitzschlag auf Hirsch – neuen Deutungsbemühungen unterziehen. Dazwischen stehen künstlerische und dokumentarische Fotografien, deren Bezug zum Künstler ebenso aufdringlich wie unnachweislich bleibt.

Autorinnen und Autoren: Sabine Bartelsheim, Elke Boll, Johannes Vincent Knecht, Niels Münzberg, Karl Neuffer, Marc Sander und Raimund Stecker.

Dieses Buch erscheint zum Auftakt einer neuen künstlerisch-wissenschaftlichen Publikationsreihe an der Hochschule der bildenden Künste Essen.

Johannes Vincent Knecht


Johannes Vincent Knecht studierte Kunstgeschichte, Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaften, lehrte an verschiedenen Hochschulen und wurde an der Freien Universität mit einer Studie zur Wahrnehmung romanischer Kapitellskulptur promoviert. Er arbeitet als Waldorflehrer, Dozent und freier Geisteswissenschaftler in Kleinmachnow bei Berlin.

Pressestimmen


Die vielen Jubiläums-Aktivitäten scheinen die These des Kunsthistorikers Dr. Johannes Vincent Knecht zu stützen, dass die Auseinandersetzung mit Joseph Beuys heute vor allem ritualisiert verläuft und zur Musealisierung seines Schaffens und seiner Werke weiter beiträgt. Mit einem aktuellen Sammelband möchte er diesem Trend etwas entgegensetzen und plädiert darin mit anderen Autorinnen und Autoren für eine andere Beuys-Rezeption. Für welche genau, das haben wir ihn in unserem Interview gefragt, was wiederum unser kleiner Anteil am allgemeinen Beuys-Gedenken ist.
L.I.S.A. - Wissenschaftsportal der Gerda-Henkel-Stiftung, 10.08.21.