Meile 23

Geschichten aus dem Donaudelta

  • Sprache des Textes: Deutsch; Originalsprache: Rumänisch
  • 148 Seiten
  • 1. Auflage 2026
  • 21,5 cm x 14,0 cm
  • Erscheinungsdatum: 11.03.2026
  • Klappenborschur
  • ISBN 978-3-912155-60-0
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Beschreibung


Ein junger Arzt entdeckt die Magie des Donaudeltas jenseits des kommunistischen Grauens.
Meile 23 ist ein winziges, abgelegenes Fischerdorf an der Donau, umgeben von Wasser und Schilf, weit entfernt von allem, was man Zivilisation nennt. Dahin verschlägt es einen jungen Medizinabsolventen aus Bukarest, der seiner Berufung folgt und Menschen heilen möchte. Am Ende der Welt begegnen ihm die menschenfeindlichen Auswüchse der kommunistischen Diktatur Ceaușescus, die im Gegensatz stehen zur magischen Schönheit der Landschaft und zur Großzügigkeit und Freigiebigkeit der mythisch anmutenden Flussbewohner, die tagtäglich um ihr Überleben kämpfen.
In den Tiefen der Hölle verbirgt sich ein Paradies, in dem die Menschen nach anderen Gesetzen leben und sterben.

Auch als ebook auf allen gängigen Plattformen erhältlich.

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Dan Ivan


Dan Ivan
© privat

Dan Ivan ist in Bukarest geboren, seit 2016 lebt er in einem kleinen Ort in Kärnten. Nach seinem Medizinstudium hat er einige Jahre als Arzt gearbeitet und war dann lange Zeit in der Pharmaindustrie tätig. 2017 debütierte er mit dem Gedichtband Pe strazi. Harap-Alb. 2019 erschien der Roman Mila 23 im Nemira- Verlag in Bukarest. Die rumänische Originalausgabe von Das rote Hemd wurde 2024 im Letras-Verlag, Bukarest, veröffentlicht. Ebenfalls bei Dittrich erschienen: Das rote Hemd (2025).

Peter Groth (Übers.)


Peter Groth (Übers.)
© Bernhardt Link - Farbtonwerk
Peter Groth ist freier Übersetzer für literarische und nicht-fiktionale Texte aus dem Rumänischen und Englischen. Zudem ist er seit mehr als 20 Jahren Sprachmittler im Bereich Deutsch als Fremdsprache.

Pressestimmen


Traurigkeit und Frustration klingen mit Fortdauer des Textes immer häufiger an, bis schließlich die Fassade des Komischen, und fühlte man sich in ihr auch noch so gepanzert, der bitteren Wirklichkeit des Lebens nicht mehr standhält. Wobei aber das Komische durchaus nicht nur Fassade ist, sondern Bewältigungsstrategie. Es dient dazu, Kontrolle über die Welt (wieder) zu erlangen, das Übergroße, Unverfügbare zu erden, es im wahrsten Sinne zu „erniedrigen“. Vor allem dem Herrscher soll sein Nimbus genommen werden, indem er im Witz auf seine Kreatürlichkeit reduziert und zumindest in dieser Hinsicht allen anderen gleich gemacht wird. Dass am Ende angesichts der Wirklichkeit auch der Humor nicht mehr verfängt, ist der große tragische Schlussakkord, auf dem Dan Ivans schmale Darstellungen aus dem Donaudelta endet. Eine facettenreiche, pointierte Beschreibung der Gesellschaft im Rumänien der 1980er-Jahre. Vielleicht aber ja sogar noch mehr, nämlich ganz allgemein eine authentische Darstellung des Lebens in einer Diktatur.
Manfred Roth, literaturkritik.de, August 2026
Die autobiographische Grundlage der Geschichten ist unverkennbar. […] Doch der Autor begnügt sich nicht damit, Erinnerungen festzuhalten. Er verwandelt Erlebtes in Literatur und verleiht ihm exemplarischen Charakter.
Josef Sallanz, Hermannstädter Zeitung, 03.07.2026
Auch zum diesjährigen Motto der Buchmesse passen Ivans Erinnerungen wunderbar, denn schließlich ist die Fortbewegung auf dem Wasser, das Rudern und Schwimmen oftmals die einzige Möglichkeit, voranzukommen. Alles im Fluss also, wovon der in Bukarest geborene Ivan mit einem Gespür für Skurrilität und die Eigenheiten der Dorfbewohner dort in den swamplands erzählt und so das Leben im Donaudelta rund um den Weiler Meile 23 und Crișan mit dem Blick eines zunehmend abgeklärten Landarztes aufspießt.
Marius Müller, buch-haltung.com, 19.03.2026