Biomimetik und Klinische Konstruktion

Drei Modelle institutionalisierter Zusammenarbeit von Naturforschung und Ingenieurwesen

  • 1. Auflage 2026
  • Erscheinungstermin: 01.06.2026
  • Sprache des Textes: Deutsch
  • 22,2 cm x 14,0 cm
  • 284 Seiten
  • broschiert
  • ISBN 978-3-95832-428-2
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Beschreibung


Gegenstand dieses Buches sind die Möglichkeiten und Grenzen einer institutionalisierten Zusammenarbeit von Naturforschung und Ingenieurwesen im Bereich der Biomimetik. Dies aber nicht rein instrumentell: Vor dem Hintergrund von Biodiversitätsverlust und Klimakrise geht die Studie auch die Frage an, wie eine ökologische Transformation der Industriegesellschaft unterstützt werden kann.

Johannes Hätscher analysiert mit den Methoden der interpretativen Sozialforschung die Kooperation von Biolog:innen und Maschinenbauer:innen in einem Verbundforschungsprojekt. Unter Einbezug von Erkenntnissen aus der Kritischen Theorie und Phänomenologie betreffs des Verhältnisses von Natur und menschlicher Technologieentwicklung präsentiert er drei Modelle zur Organisation dieser Zusammenarbeit: für die unternehmerische Praxis, für die Grundlagenforschung und abschließend – in Form eines »Instituts für Klinische Konstruktion und Kreislaufforschung« – für die Reform der Technik innerhalb planetarer Grenzen.

Johannes Hätscher


Johannes Hätscher

Johannes Hätscher studierte Soziologie, Psychologie, Philosophie und einige Semester Elektrotechnik in Frankfurt am Main und Berlin. Er wurde mit einer klinisch-soziologischen Arbeit im Feld der Neurologie und Neurochirurgie promoviert. Berufliche Stationen führten ihn in die globale Industrieanalyse & Think-Tankarbeit, in die Ethik der medizinischen Forschung, zur Studienstiftung des deutschen Volkes sowie zuletzt zur Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Bei Velbrück Wissenschaft erschienen: Geregelte Außeralltäglichkeit. Deutungs- und Handlungsprobleme von Patienten mit Morbus Parkinson und ihren Partnern bei der Therapie durch Tiefe Hirnstimulation (2014).

Pressestimmen


"Technik und Wissenschaft als Ideologie“ nannte Jürgen Habermas einen Essay, den er Herbert Marcuse zu dessen 70. Geburtstag widmete. [...] Ein halbes Jahrhundert ist seither vergangen, und plötzlich packt ein damals noch gar nicht geborener Autor den Streitgegenstand wieder an. Er besteht auf Neuverhandlung. Dass er neben der philosophischen auch über die naturwissenschaftliche Sichtweise auf seinen Gegenstand verfügt, macht den Reiz seines Buchs aus. [...] Diesem Buch fehlen all die Buzz-Wörter, womit einer heute zeigt, dass er Ahnung hat. Der es geschrieben hat, hat mehr als eine bloße Ahnung.
Peter Kern, Textor Online,28.07.2026