Demokratische Ethik und Politik im Islam

Arabische Studien zur transkulturellen Philosophie des Zusammenlebens

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2011
  • Hardcover
  • 224 Seiten
  • 22.1 x 14 cm
  • ISBN 9783942393157
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Beschreibung


Dieser Band enthält eine Auswahl von Schriften Trikis aus den Jahren 1991 bis 2010. Sie dokumentieren das Anliegen des weit über die arabische Welt hinaus bekannten Philosophen und Intellektuellen – wie auch von großen Teilen der heutigen arabischen Philosophie, die im Westen viel zu wenig zur Kenntnis genommen wird –, im pluralistischen Dialog mit dem Philosophieren in Europa und im Geiste der Kritik die mit der menschlichen Existenz verbundene Ambivalenz zwischen Sozialität und ›ungeselliger Geselligkeit‹ zu analysieren.

Trikis zweites Anliegen besteht darin, im transkulturellen Dialog die Stimme der arabisch-islamischen Philosophie – ihrer Geschichte und Gegenwart – hörbar werden zu lassen. In seinen Schriften präsentiert er sich als Anwalt einer Vernunft des Zusammenlebens, die sowohl im Inneren der Gesellschaften als aufgrund einer ungerechten Weltordnung auch zwischen den Gesellschaften von Gewalt, Terror und Krieg bedroht ist. Mit der Arbeit an seinem zentralen Thema, der Philosophie des Zusammenlebens, zielt er auf ein menschliches Leben, das von der Anerkennung von Differenz, Alterität und kultureller Pluralität und zugleich von der Suche nach dem Vernünftigen und Verbindenden in einer menschenwürdigen Welt geprägt ist.

Fathi Triki


Fathi Triki, Professor der Philosophie an der Universität Tunis. Seit 1997 Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls für Philosophie in der arabischen Welt. Forschungsschwerpunkte: Globalisierung, Ethik, Philosophie der Diversität und der Identität, politische Philosophie und Philosophie der Geschichte. Veröffentlichungen u.a.: La stratégie de l'identité (1998); Philosophie und Transkulturalität (Hg., 2002ff.)

Pressestimmen


Auf vielfache Weise wird das europäische und arabische philosophische Vokabular einander gegenübergestellt und so einer Kritik unterzogen, welche die Begriffe selbst noch einmal auf neue Weise schärft. Der transkulturelle Ansatz ist daher keine Einbahnstraße von einer Kultur zur anderen, sondern entsteht in der Mitte, in der Begegnung, in der Konfrontation von Begriffen und Ideen, die in die jeweiligen Kulturen kritisch zurückwirken und so zu einer neuen Hospitalität und Konvivenz führen.
polylog, 28/2012, Markus Kneer.
Fathi Trikis Werk ist ein Plädoyer für einen ausdifferenzierten Blick auf den Islam und stellt die Aspekte der islamischen Geistesgeschichte in den Mittelpunkt, die im Westen wenig Beachtung erfuhren und in der islamischen Welt oft vernachlässigt wurden, nämlich die Rolle des Islams als Kultur der Vernunft, der stets an der Aktualisierung des transkulturellen und geistigen Diskurses zwischen unterschiedlichen Kulturen beteiligt war und zur Entstehung neuer philosophischer Aktivitäten beigetragen hat.
Neue Politische Literatur, Jg. 57 (2012), Reza Hajatpour.