Die formalistische Prätention des Rechts

Ansatz einer postkritischen Rechtstheorie

  • 160 Seiten
  • 1. Auflage 2026
  • 22,2 cm x 14,0 cm
  • erscheint: Februar 2026
  • Sprache des Textes: Deutsch
  • broschiert
  • ISBN 978-3-95832-438-1
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Beschreibung


Das richterliche Urteil gibt sich nach außen als das Ergebnis einer neutralen Regelanwendung aus – obwohl sich nachweisen lässt, dass die Regel ihre Anwendung nicht zu determinieren vermag. Dies wirft die Frage auf, warum das Recht einen Anspruch erhebt, dem es doch nicht gerecht werden kann.

Lennart Schwedler geht das Problem mithilfe des Begriffs der formalistischen Prätention nach. Er zeigt, dass und warum das Recht zwingend darauf angewiesen ist, das richterliche Urteil als schlichtes Resultat der Anwendung von Rechtsnormen auszuweisen. Täte es dies nicht, könnte es seine gesellschaftliche Funktion nicht erfüllen und die ihm vorgetragenen Konflikte nicht dauerhaft befrieden. Das Buch vereint sprachphilosophische Grundlagenreflexion mit einer Analyse rechtlicher Funktionsbedingungen und zeigt, dass das Recht auf die Vorgabe eines Wesens festgelegt ist, dem zu entsprechen es nicht in der Lage ist.

Lennart Schwedler


Lennart Schwedler

Lennart Schwedler ist Rechtsreferendar am Kammergericht Berlin. Er hat Rechtswissenschaften und Rechtstheorie an der Humboldt-Universität, am King’s College London und an der New York University studiert und war an der Justus-Liebig-Universität Gießen und an der Universität Münster als Wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig.