Exklusionen / Inklusionen von Umweltflüchtlingen

  • Erscheinungsdatum: 01.04.2016
  • Buch
  • 240 Seiten
  • Fadenheftung
  • 22.2 x 14 cm
  • ISBN 9783958320864
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Beschreibung


Umweltflüchtlinge werden in dem vorliegenden Band als jene verstanden, die aufgrund von Veränderungen der natürlichen Umwelt aus sozialen Systemen ausgeschlossen sind. Diese Beschreibung der Umweltflüchtlinge unterscheidet sich von den gängigen phänomenbezogenen und hat ein mit diesem Buch unterbreitetes Angebot zur Grundlage, welches die Schutzbedürftigkeit von Flüchtlingen über Exklusionen bestimmt. Im Blick hat die Autorin dabei einen Exklusionsbegriff, dem es um mehr geht, als um teilsystemische Nichtberücksichtigung.
Exklusion meint Existenzgefährdung und den Totalausschluss von Menschen, die von der Gesellschaft in die Perspektivlosigkeit entlassen werden.

Die Autorin zeichnet nach, wie die Grenze der Exklusion überschritten werden kann, wenn auf bereits bestehende Vulnerabilitäten Veränderungen der natürlichen Umwelt treffen. Diese Exklusionen können nur in sehr speziellen Konstellationen durch (grenzüberschreitende) Migration wieder rückgängig gemacht werden. Denn das internationale Flüchtlingsrecht erlaubt lediglich in Ausnahmefällen den Wiedereinschluss in soziale Systeme.
Es werden Argumente formuliert, die neue Anforderungen an ein zu schaffendes Umweltflüchtlingsrecht stellen, das das Potential hat, Umweltflüchtlinge in soziale Systeme zu inkludieren. Dabei knüpft die Autorin an die rechtspolitische Auseinandersetzung um den Schutz von Umweltflüchtlingen an und entwickelt dabei neue Ansätze einer systemtheoretischen Migrationsforschung.

Lena Kreck


Lena Kreck, Studium der Rechtswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Promotion am Zentrum für Europäische Rechtspolitik der Universität Bremen mit der vorliegenden Arbeit.

Pressestimmen


Die von der Rosa-Luxemburg-Stiftung geförderte und bei Andreas Fischer-Lescano entstandene Dissertation greift das immer relevanter werdende Thema Umweltflucht auf. […] Kreck nimmt Eischluss in Gesellschaften und Ausschluss aus gesellschaftlichen Systemen überhaupt in den Blick, also nicht begrenzt auf bestimmte, durch territoriale oder kompetenzrechtliche Grenzen vorstrukturierte Systeme.
Rainer Keil, ZAR 5-6/2017.