Farben Wissen

Ästhetik Medien Kunst

  • 22,2 cm x 14,0 cm
  • 1. Auflage 2026
  • in der Reihe »Ästhetisches Denken«
  • ca. 100 Seiten
  • Erscheinungstermin: Dezember 2026
  • broschiert
  • Sprache des Textes: Deutsch
  • ISBN 978-3-95832-451-0
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Beschreibung


Farben sind besondere Medien der Kunst: Sie sind expressiv und gleichzeitig reflexiv, sie sind das Resultat spontaner Gesten wie komplexer Entscheidungsprozesse. Der Wahrnehmung begegnen sie als räumliches Zusammenspiel zwischen Oberfläche und Tiefe, das ihre Ambivalenz ausmacht. Die einzigartige Medialität der Farben und ihre epistemische Dimension stehen im Fokus des Bandes Farben Wissen. 

»Die Farbe bleibt reflektiert im Geistigen als einzelne Erscheinung«: Mit diesem Satz Walter Benjamins lässt sich das epistemologische Paradoxon einer medialen Praxis – gemeint ist jene der Farbgebung und Farbwahrnehmung, die sich als singuläre Erscheinung und gerade dadurch als geistiges Gebilde kundtut – verdichtet darstellen. Von den Querelles des 17. und 19. Jahrhunderts, in denen über die Vorrangstellung von Farbe und Linie gestritten wurde, bis hin zu den Emanzipationsbestrebungen der Moderne, die die Farbe zum Primärmedium der Malerei erhoben, wurde die Dialektik zwischen Erscheinung und Reflexion von Farben immer wieder aufs Neue agonal durchdekliniert und durch unterschiedliche epistemologische Fragen neu konturiert.

Worin besteht aber die Medialität sowie die spezifische epistemische Qualität von Farben diesseit und jenseits dieser dialektischen Beziehungen? Welche Erkenntnis wird durch den künstlerischen Prozess und die Wahrnehmung von Farben in Gang gesetzt? Durch den vorliegenden Band, der die Beiträge eines gleichnamigen, 2025 im Museum Quadrat stattgefundenen Symposions versammelt, werden derartige eminent künstlerische sowie kunst- und medientheoretische Fragen interdisziplinär reflektiert.

Mit Beiträgen von Axel Buether, Alexandra Loske, Stephan Berg, Nicola Staeglich, Sabine Bartelsheim, Sarah Sandfort, Diana Schuster und Luca Viglialoro.  

Nicola Staeglich


Nicola Staeglich ist Bildende Künstlerin und Professorin für Malerei an der Hochschule der Bildenden Künste Essen. Sie erhielt zahlreiche Stipendien im In- und Ausland, u.a. das Villa Serpentara Stipendium in Olevano Romano der Akademie der Bildenden Künste, Berlin; das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn; und das einjährige Stipendium internationaler Kulturaustausch des Berliner Senats in Los Angeles / Pasadena. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert. Ihr künstlerischer Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit Licht, Transparenz und dem Schweben von Farbe im Raum.

Luca Viglialoro


Luca Viglialoro
Luca Viglialoro ist Geschäftsführer und Wissenschaftlicher Leiter der Adolf Luther Stiftung Krefeld und unterrichtet Philosophie und Designtheorie an der Hochschule Düsseldorf. Zuvor war er Präsident der sowie Professor für Ästhetik, Kunst- und Kulturtheorie an der Hochschule der Bildenden Künste Essen. Er ist Herausgeber der Reihe »Ästhetisches Denken« sowie von Mythos. Journal für Ästhetik (beide Velbrück Wissenschaft). Außerdem ist von ihm erschienen: Techniken des Gemeinsinns. Politik, Ästhetik, Technik (2024).