Zeitschrift für Genozidforschung: Ikonographien der Vernichtung

18. Jahrgang 2020

  • 1. Auflage
  • Erscheinungsdatum: 18.12.2020
  • broschiert
  • 140 Seiten
  • 19. Jahrgang 2020, Heft 2
  • 24 x 17 cm
  • ISBN 9783958322363
lieferbar innerhalb von 2 Werktagen
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Beschreibung


Die 1999 etablierte, halbjährlich erscheinende »Zeitschrift für Genozidforschung« greift konzentriert Forschungsarbeiten im Bereich der Genozidforschung auf. Neben Darstellungen historischer Ereignisse werden Detailstudien zu Entstehungsprozessen und Phasen von Vertreibung und Völkermord, zu Ursachen von Verfolgung und Ausgrenzung oder zu völkerrechtlichen Fragestellungen vorgestellt. Ein ausführlicher Rezensionsteil informiert über Neuerscheinungen.
Das neue Heft der Zeitschrift rückt die Frage nach dem Zusammenhang von (literarischer) Bildproduktion und kollektiver, vernichtender Gewalt in den Fokus und fragt nach den Ikonographien der Vernichtung. Dies geschieht einerseits mit Blick auf die literarisch-mediale Produktion und Distribution von Exklusionsmustern,der Bildstruktur eines Wissens über eine Legitimität und Durchführbarkeit von Politiken des Völkermords. Andererseits nähern sich die Beiträge analytisch den Möglichkeiten und Strategien der Codierung von Gewalterfahrung.

Auch als Abonnement erhältlich:

Print: Abo/2 Hefte: EUR 53,60 (inkl. Porto) Inland

eOnline only:    EUR  160,00
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Inhalt:
• Irene Zanol: »Ich kann hier nicht herumsitzen, wenn sie dort geschlachtet werden!« Der Schriftsteller Ernst Toller und sein Engagement für Spanien
• Athanasios Anastasiadis: Repräsentationen von Gewalterfahrung in Zeitzeugenberichten und in der Fiktion am Beispiel des Massakers von Kalavrytan
• Monika Barwińska-Moll: »Versuchskaninchen« aus Ravensbrück. Über Zeugnisse weiblicher Opfer von Humanexperimenten
• Janis Nalbadidacis: Erzählen von der Folter. Zu Foltererfahrungen während der griechischen Militärdiktatur
• Anette H. Storeide: Das Thema Holocaust in Norwegen: Geschichtsdiskussion oder Identitätsdebatte?
• Rezensionen

Mihran Dabag


Mihran Dabag

Mihran Dabag, Prof. Dr., ist Gründungsdirektor und Mitglied des Instituts für Diaspora- und Genozidforschung/Ruhr-Universität Bochum und lehrt Neuere und Neueste Geschichte ebendort. Forschungs- und Publikationsschwerpunkte: Strukturvergleichende Genozidforschung; Theorie und Methodik der Gewaltforschung; Diasporaforschung; Nationalismus und Nationalbewegungen; Transformation und kollektive Gewalt im Osmanischen Reich; Geschichte und Ideologie der Jungtürkenbewegung; kollektives Gedächtnis; Erinnerungskultur und Erinnerungspolitik.

Mihran Dabag studierte Philosophie, Geschichte, Soziologie und Politikwissenschaft in Bonn und Bochum. Er hat zahlreiche Bücher über Gewalt, Genozid und Kolonialismus veröffentlicht und ist Herausgeber der Zeitschrift für Genozidforschung. Mihran Dabag erhielt 2003 den Franz-Werfel-Menschenrechtspreis.

Kristin Platt


Kristin Platt
Kristin Platt ist Sozialpsychologin, Sozial- und Kulturwissenschaftlerin und als Leiterin des Instituts für Diaspora- und Genozidforschung an der Ruhr-Universität Bochum tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Gewalt- und Genozidforschung sowie zu Forschungen über psychische und soziale Traumatisierungsfolgen bei Überlebenden politischer Gewalt.