Jenseits des Liberalismus

Globale Ethik – Demokratiekritik – Weltordnung

  • 1. Auflage 2026
  • ca. 320 Seiten
  • 22,2 cm x 14,0 cm
  • Erscheinungstermin: Oktober 2026
  • Sprache des Textes: Deutsch
  • broschiert
  • ISBN 978-3-95832-465-7
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Beschreibung


Alle reden von einer Krise des Liberalismus. Dieser war einmal eine große Verheißung: liberale Menschenrechte – liberale Demokratie – liberale Weltordnung. Aber es mehren sich die Probleme und die Widerstände. Markante Symptome sind der Aufstieg eines autoritären Populismus und die Wiederkehr schrecklicher Kriege. Was folgt daraus für den politisch-philosophischen Liberalismus? Das Buch gibt unbequeme, aber keineswegs defätistische Antworten.

Die gegenwärtigen sozialen und politischen Herausforderungen lassen auch die Geburtsfehler des Liberalismus immer deutlicher hervortreten: Egoismus, Naturzerstörung, Hochmut gegenüber anderen Kulturen. Offensichtlich befinden wir uns schon in einer Epoche jenseits des Liberalismus. Ist damit auch der politisch-philosophische Liberalismus, wie ihn Rawls und Habermas in Anlehnung an klassische Ansätze vor einigen Jahrzehnten begründeten überholt? Ja, das ist die These dieses Buches.

Niemand bestreitet die Stärken der kontraktualistischen und diskurstheoretischen Ansätze, aber sie werden den Realitäten des 21. Jahrhunderts nicht mehr gerecht. Das Plädoyer gilt jedoch nicht dem Postliberalismus. Vielmehr wäre der politisch-philosophische Liberalismus in einen erweiterten Humanismus zu transformieren. Alles ist zu überdenken: Menschenrechte – Demokratie – Weltordnung. Dafür möchte dieses Buch einige philosophische Anregungen geben.

Christian Thies


Christian Thies war von 2009 bis 2025 Professor für Philosophie an der Universität Passau. Er studierte Philosophie und Geschichte für das gymnasiale Lehramt. Die Promotion erfolgte 1996 an der Universität Hamburg und die Habilitation 2007 an der Universität Rostock. Bei Velbrück Wissenschaft erschienen: Philosophische Anthropologie auf neuen Wegen (2018).