Narratives Verstehen

Entwurf eines narrativen Schemas

  • 1. 1., Auflage
  • Erscheinungsjahr: 2010
  • Erscheinungsdatum: 01.10.2010
  • Hardcover
  • 220 Seiten
  • ISBN 9783938808993
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Beschreibung


Narrativität – so die Ausgangsthese dieser Arbeit – ist nicht eine Eigenschaft von Texten, sondern einer Art von Verstehensprozessen. Was Romane und Comics, Hörspiele und TV-Serien, mündliche Erzählungen und Dramen, Kurzgeschichten und Balladen gemeinsam haben, ist, dass sie narrativ verstanden werden. Welche Konsequenzen diese These hat, wenn sie ernst genommen wird, loten die drei Kapitel dieser Arbeit aus: sie modellieren narratives Verstehen. Denn dass es bei einer überwältigenden Zahl von Texten einen Konsens darüber gibt, sie einer gemeinsamen Klasse narrativer Texte zuzuordnen, dass es andererseits aber außerordentlich schwierig scheint, eine Definition für 'narrativ' zu finden, spricht dafür, dass es weit verbreitetes implizites Wissen über die Gemeinsamkeiten dieser Texte gibt. Und diese Gemeinsamkeiten sind nicht eine Kernmenge übereinstimmender Textmerkmale, sondern eine gemeinsame Art, verstanden zu werden. Diese Arbeit versucht also nicht, die Klasse der 'narrativen' Texte neu zu definieren; vielmehr geht es darum, die Intension dieser relativ stabilen Klasse von Texten zu explizieren.

Brigitte Rath


Brigitte Rath
Brigitte Rath studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Anglistik an der LMU München und der University of Sussex und wurde 2007 an der LMU München promoviert. Anschließend war sie dort wissenschaftliche Koordinatorin des Promotionsstudiengangs 'Literaturwissenschaft'. Seit 2009 lehrt und forscht sie als Universitäts-Assistentin an der Abteilung 'Vergleichende Literaturwissenschaft' der Universität Innsbruck.

Pressestimmen


Eine beachtliche Veröffentlichung, deren Autorin die eingangs erwähnte Idee (Die Idee, fürs Beschreiben und Erklären des Verstehens von Geschichten das Erzählen als Grundlage und Rahmen zu nutzen, Anm. d. Red.) umsichtig und differenziert umsetzt.
Basler Schulblatt, 5.10.2011, Johannes Gruntz-Stoll.
Hauptverdienst der Arbeit ist, dass die meist implizit bleibende Grundlage eines Großteils narratologischer Forschung expliziert wird. Dies geschieht mit beeindruckender Präzision und einer insgesamt angenehmen Leserführung.
DIEGESIS 2.1 (2013), Dragica Stojkovic.