Der Wert der Form

Eine historische Soziologie ästhetischer Gestaltung

  • 340 Seiten
  • 1. Auflage 2026
  • Erscheinungsdatum: 22.07.2026
  • Sprache des Textes: Deutsch
  • 22,2 cm x 14,0 cm
  • broschiert
  • ISBN 978-3-95832-442-8
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Beschreibung


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Scheinbar mühelos vermehren sich in der Moderne nicht nur die Dinge selbst, sondern auch ihre gestalterischen Formen. In einer soziologischen Neubetrachtung der europäischen Designgeschichte von der Renaissance bis zum Bauhaus rekonstruiert das Buch diesen Prozess als voraussetzungsreiche Steigerung des ästhetischen Werts der Form.

Die Luxusökonomie der frühneuzeitlichen Höfe und Städte trennt die Formen der Dinge von ihrer handwerklichen Ausführung, bündelt und steigert sie. Die im 18. Jahrhundert entstehende Marktgesellschaft verwertet diese Fülle schonungslos. Der damit verbundene Verlust des geschmacklichen Zentrums evoziert einen Streit um die Form. Das Buch widmet sich in drei Fallstudien den daraus hervorgegangenen ästhetischen Ressourcen: der Musealisierung dinglicher Überlieferung, der Erfindung des Handwerks und der Verzauberung der Technik. ›Moderne‹ erscheint so als ästhetische Steigerungsdynamik, angetrieben von immer neuen Umwertungen des Werts der Form.

Jan Wetzel


Jan Wetzel studierte Soziologie und Kommunikationswissenschaft in Dresden und Berlin und war als Journalist tätig. Im Rahmen der Vermächtnisstudie setzte er sich am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung zunächst mit Zukunftsvorstellungen auseinander. Im Anschluss wendete er sich der Vergangenheit zu, forscht und publiziert seitdem an der Schnittstelle von Soziologie und Geschichte, Wirtschaft und Ästhetik. Gesellschaftliche Debatten begleitet er mit dem Podcast Das Neue Berlin.