Das Jenseits der Philosophie

Wider das dualistische Erkenntnisprinzip

  • Erscheinungsdatum: 22.09.2011
  • Hardcover
  • 128 Seiten
  • 22.1 x 14 cm
  • ISBN 9783942393256
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Beschreibung


Das dualistische Erkenntnisprinzip ist das Paradogma der Philosophie. Der Dualismus beruht auf der Voraussetzung einer Dichotomie zwischen Sprache und Wirklichkeit, Beschreibung und Objekt, Aussage und Gegenstand, zwischen dem, was wir reden, und dem, worüber wir reden. Aus dieser Dichotomie beziehen die dualistischen Philosophen ihre Probleme und sie schützen sich vor dem Verlust dieser Probleme, indem sie die Voraussetzung der Dichotomie als conditio sine qua non des rationalen Diskurses überhaupt begreifen.
Dieses Paradogma ist auch in relativistischen, pragmatistischen und konstruktivistischen Denkmodellen ein jederzeit aktivierbarer fundamentalistischer Rest.
Josef Mitterer kritisiert das dualistische Erkenntnisprinzip im Rahmen einer non-dualistischen Argumentation, die ein Jenseits des Diskurses als Diskursregulativ weder voraussetzt noch hervorbringt.

Josef Mitterer


Josef Mitterer, *1948 in Westendorf/Tirol, ist Professor für Philosophie an der Universität Klagenfurt. In seinen Arbeiten rekonstruiert er die dualistischen Voraussetzungen der Erkenntnistheorie und Sprachphilosophie und entwickelt eine non-dualistische Alternative des Denkens ohne dichotomische Unterscheidungen wie jene zwischen Beschreibung und Objekt, Aussage und Gegenstand. Seine beiden Bücher "Das Jenseits der Philosophie" und "Die Flucht aus der Beliebigkeit" erscheinen 2011 in Neuausgaben bei Velbrück Wissenschaft. Einige Aufsätze: Abschied von der Wahrheit in: Delfin (1988), Der König von Frankreich lebt oder die Wirklichkeit auf Reisen in: Konkursbuch 21: Reisen (1989) und Über Interpretation in Alexander Riegler / Stefan Weber (2010): Die Dritte Philosophie. Kritische Beiträge zu Josef Mitterers Non-Dualismus.

Pressestimmen


Inzwischen ist »Jenseits der Philosophie« für mich das spannendste Buch der Philosophiegeschichte. Es stellt den Versuch dar, eine Denkvoraussetzung anzugreifen, die wir alle teilen: die Voraussetzung einer von der Sprache verschiedenen Wirklichkeit.
Stefan Weber, Die Presse – Spectrum, Jul. 2018.