Zufall und Wissenschaft

Interdisziplinäre Perspektiven

  • herausgegeben von Christian Bachhiesl , Sonja Maria Bachhiesl , Stefan Köchel
  • Erscheinungsdatum: 02.12.2019
  • Buch
  • 588 Seiten
  • 22.2 x 14 cm
  • ISBN 9783958321977
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Beschreibung


Zufall, Kontingenz, Koinzidenz, Glück – diese Begriffe werden gerne synonym gebraucht und dennoch können sie ganz Unterschiedliches bezeichnen. Gemeinsam ist ihnen die Unverfügbarkeit: Was sie benennen, ist dem Menschen nicht zuhanden, auch wenn er damit umgehen muss. Aber unverfügbar ist auch das Schicksal, ebenso wie die durch die ›klassischen‹ Naturgesetze verkörperte Notwendigkeit vulgo Determination.
Gibt es den Zufall, oder kommt alles so, wie es kommen muss? Gibt es Freiräume für Kontingenzen? Und wenn ja, ist alles, was kontingent zustande kommt, auch dem Zufall unterworfen? Und was bedeutet das für die Begriffe Kausalität und Korrelation?
In dem vorliegenden Band stellen sich Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen unterschiedlicher fachlicher Herkunft diesen Fragen und rücken die Bedeutung des Zufalls für die jeweilige wissenschaftliche Erkenntnisgewinnung ins Licht.

Bernhard Schrettle


Bernhard Schrettle ist promovierter Archäologe. Er leitet seit Mai 2007 das Projekt Villa Retznei der Steirischen Wissenschafts-, Umweltund Kulturprojektträger GesmbH und steht der Archäologisch Sozialen Initiative Steiermark (ASIST) vor. Seit 2008 ist er Lehrbeauftragter für Archäologie an der Universität Graz.

Christian Bachhiesl


Christian Bachhiesl ist Historiker, Althistoriker und Jurist und habilitierte im Fach der Wissenschaftsgeschichte und der Historischen Epistemologie. Er ist Kustos und Kurator des Hans Gross Kriminalmuseums, Stellvertretender Leiter der Universitätsmuseen der Karl-Franzens-Universität Graz, Lektor am Institut für Geschichte und am Institut für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie der Karl- Franzens-Universität Graz.

Sonja Maria Bachhiesl


Sonja Maria Bachhiesl ist promovierte Juristin und Philosophin. Sie war langjährige Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Zivilrecht und war am Hans Gross Kriminalmuseum der Karl-Franzens-Universität Graz tätig. Sie leitet die Grazer »Spielosophie – Philosophieren mit Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen«.

Stefan Köchel


Stefan Köchel ist promovierter Philosoph. Er arbeitet am Hans Gross Kriminalmuseum der Karl-Franzens-Universität Graz sowie als Lektor am Institut für Philosophie der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

Pressestimmen


Möge es der Gesamtheit der vielfältigen Überlegungen der achtundzwanzig Verfasser […] gelingen, die Bedeutung des Zufalls für den jeweiligen wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn allen interessierten Lesern dauerhaft zu vermitteln, auch wenn gegenwärtig vielleicht das Verhältnis von Zufall und Wissenschaft angesichts der Komplexität des Lebens noch nicht umfassend geklärt sein dürfte.
Gerhard Köbler, ZIER 9 (2019)
Wenn Zufälligkeiten nicht als alltägliche Gegebenheiten und Erfahrungen betrachtet, sondern als wissenschaftliche, rationale Zustände betrachtet werden, wird von vornherein klar, dass Fragen nach Konventionen, Konvergenzen, Kausalitäten und Korrelationen nicht allein fachspezifisch, sondern fächerübergreifend beantwortet werden müssen. [...] Es sind die Unverfügbarkeiten, die zufälliges Denken und Tun bestimmen und begrenzen können. Im wissenschaftlichen Diskurs sind Fragen bedeutsam wie: Gibt es Zufälle? Gibt es Freiräume für Kontingenzen und Intentionen? Wie verhalten sich Kausalität und Korrelation zueinander? Die Beiträge im interdisziplinären Sammelband „Zufall und Wissenschaft“ geben darauf Antworten und führen mit weiteren Fragen weiter!
Jos Schnurer, socialnet.de, 06.02.2020.
Ein wissenschaftlich ‚überschäumendes Kredo zur Sinnhaftigkeit‘ [...] ist in dieser grandiosen Studie zum Zufalls-Wissen hiermit zustande gekommen, um zum weiteren Diskurs zu 'Weltsicht -Perspektiven' einzuladen.
Kultur-Punkt.ch, Jan. 2020, Walter Prankl.