Logik der Macht

Zum Ort der Kritik zwischen Theorie und Praxis

  • Erscheinungsdatum: 31.07.2009
  • Hardcover
  • 320 Seiten
  • 22 x 14 cm
  • ISBN 9783938808641
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Beschreibung


Macht ist ein umkämpfter sozialwissenschaftlicher Grundbegriff. Angesichts der Vielzahl teils divergierender Definitionen stellt sich allerdings die Frage, ob die Vertreter unterschiedlicher Konzeptionen nicht aneinander vorbei reden. Dieses Buch weist einen Weg durch das begriffliche Dickicht und erklärt die verschiedenen Bestimmungen des Machtbegriffes dabei gerade aus einem gemeinsamen Bezugsproblem: Soziale Beziehungen, die als Machtbeziehungen identifiziert werden, stehen unter Legitimitätsdruck.

Eine Analyse sozialer Beziehungen, die die bestehenden Machtverhältnisse weder gegen Kritik immunisiert noch in ein kryptonormatives Projekt mündet, welches alle nur denkbaren normativen Maßstäbe entwertet, bedarf deswegen einer überzeugenden Bestimmung des Verhältnisses von analytisch-deskriptiven und normativen Momenten des Machtbegriffes. Solch eine Vermittlung ist auf sozialwissenschaftliche Analysen angewiesen, kann letztlich aber nur in einer demokratischen Praxis gelingen.

David Strecker


David Strecker ist wissenschaftlicher Mitarbeiter für allgemeine und theoretische Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und hat zuvor in Berlin politische Theorie und politische Soziologie gelehrt. Veröffentlichungen u.a.: Soziologische Theorien 2007 (mit Harmut Rosa und Andrea Kottmann); Blockaden staatlicher Politik. Sozialwissenschaftliche Analysen im Anschluss an Claus Offe 2005 (hg. mit Anna Geis); Kritische Theorie der Politik. Franz L. Neumann – eine Bilanz 2002 (hg. mit Mattias Iser).

Pressestimmen


Auch Strecker verlangt also von den Bürgerinnen und Bürgern, dass sie lernen, sich selbst radikal infrage zu stellen, die Kontingenzen der eigenen Lebensgeschichte zu hinterfragen und ihre personalen Identitäten tiefgreifend zu modifizieren […]. Dieses Projekt ›liberaler Autonomie‹ stellt er Rawls Konzept ›liberaler Toleranz‹ gegenüber, das beim ›Faktum des Pluralismus‹ […] stehen bleibe und mittels partieller Machtblindheit, nämlich durch strikte Trennung von Privatsphäre und Öffentlichkeit, die tiefgreifenden Differenzen lediglich aushaltbar machen wolle.
Jörn Lamla, Soziologische Revue 2016, 39(1).