Wissensregulierung und Regulierungswissen

  • herausgegeben von Alfons Bora , Anna Henkel , Carsten Reinhard
  • Erscheinungsdatum: 15.09.2014
  • Hardcover
  • 280 Seiten
  • Fadenheftung
  • 22.2 x 14 cm
  • ISBN 9783942393591
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Beschreibung


Der Begriff der Wissensregulierung bezieht sich auf die politische und gesellschaftliche Praxis der Regulierung von Wissen in der Gesellschaft; der Begriff des Regulierungswissens auf jenes Wissen, das aus der Reflexion einer solchen Praxis der Wissensregulierung entsteht. Qua Reflexion ist Regulierungswissen ein Wissen zweiter Ordnung. Je nachdem welche Form der Wissensregulierung beobachtet wird, kann unterschieden werden zwischen einem politischen Regulierungswissen um die Instrumente der Wissensregulierung und ihrer Wirkungen und einem gesellschaftstheoretischen Regulierungswissen, das die gesellschaftlichen Bedingungen und Wirkungen politischer Wissensregulierung beobachtet. Die in diesem Band verhandelte Frage, wie Gesellschaft mit der Erforderlichkeit und zugleich Gefährlichkeit neuen Wissens umgeht, ist als Erweiterung gesellschaftlichen Regulierungswissens zu verstehen – sowohl des Regulierungswissens um Instrumente, Mechanismen und Wirkungen politischer Regulierung, als auch des Regulierungswissens um den Stellenwert politischer Wissensregulierung in der Gesellschaft.
 

Alfons Bora


Alfons Bora, Soziologe und Jurist, ist seit 1999 Professor für Soziologie an der Universität Bielefeld.

Anna Henkel


Anna Henkel, seit 2013 Juniorprofessorin für Sozialtheorie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Carsten Reinhard


Carsten Reinhardt, seit 2007 Professor für Historische Wissenschaftsforschung an der Universität Bielefeld und seit 2013 Leiter der Chemical Heritage Foundation in Philadelphia, USA.

Pressestimmen


[…] auf besonderes politikwissenschaftliches Interesse dürften die Diskussionen der Bankenregulierung und der Relevanz von institutionellen Arrangements stoßen.
Portal für Politikwissenschaft, 6.8.2015.
[Es gilt] positiv hervorzuheben, dass der kritische Umgang mit durch Luhmann inspirierten Ansätzen, wie er im Band fast durchgehend anzutreffen ist, neue Erkenntnischancen eröffnet.
Jakob Tanner, Sociologia Internationalis, Bd. 55, 1 2018.