Reading the Stars

Ansätze zu einer digitalen Astrologie

  • erscheint: April 2026
  • Softcover
  • ca. 250 Seiten
  • 1. Auflage 2026
  • Sprache des Textes: Deutsch
  • 22,2 cm x 14,0 cm
  • ISBN 978-3-95832-433-6
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Beschreibung


Wie entstehen Stars im digitalen Zeitalter – und was verraten sie über uns? Reading the Stars erkundet die neue Grammatik der Berühmtheit, in der virale Sichtbarkeit, affektive Dynamiken und mediale Machtspiele Ikonen hervorbringen, die unsere Gegenwart prägen. Der Band zeigt: Stars sind heute weniger Vorbilder als empfindliche Seismografen gesellschaftlicher Wünsche, Projektionen und Imaginationen.

Auf Basis einer originellen Verbindung von Literatur- und Medienkulturwissenschaft liest Reading the Stars die neue Aufmerksamkeitsökonomie wie ein Sternbild: Stars sind keine isolierten Figuren, sondern stellen Konstellationen dar, in denen Bedeutungen aufleuchten, sich verschieben und zu ganzen Weltdeutungen verdichten. Vor diesem Hintergrund etabliert der Band auch neue analytische Form der Sterndeutung – eine digitale Astrologie.

Die ausgewählten Profile – von lebendigen und verstorbenen Divas, Pop-Stars, Influencer:innen, Pop-Intellektuellen über zweifelhafte Polit-Prominenz bis hin zu Aktivistinnen – öffnen den Blick auf überraschende Narrative: Wie kontrollieren Figuren ihr eigenes Storytelling? Welche Rolle spielen Skandale, Affekte, Fans? Welche Ideologien werden unterschwellig mittransportiert? Und wo entstehen neue utopische Möglichkeitsräume? Welche emotionalen Investments fordern sie von den User:innen ein?

Mit pointierten Lektüren, analytischer Schärfe und erzählerischem Sog lädt Reading the Stars dazu ein, die Stars unserer Zeit neu zu sehen – und an ihnen abzulesen, wer wir geworden sind.

Irina Gradinari


Irina Gradinari ist Literatur- und Medienwissenschaftlerin. Zu ihren aktuellen Arbeitsschwerpunkten zählen Theorien der Wahrnehmung, Populärkultur, das Verhältnis von Medien und Ritualen, Genre und Gender (Intersektionalität) sowie europäisches Kino der Gegenwart.

Tanja Prokić


Tanja Prokić ist Literatur- und Medienwissenschaftlerin. Zu ihren aktuellen Arbeitsschwerpunkten zählen Plattformkultur, Digitale Arbeit, Medienästhetik und Affekte, Mutterschaft und Familie sowie insbesondere die Frage nach einer neuen Literaturtheorie für das 21. Jahrhundert.