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Wissen – Macht – Meinung

Demokratie und Digitalisierung. Die 20. Hannah-Arendt-Tage 2017

  • herausgegeben von Franziska Martinsen
  • Erscheinungsjahr: 2018
  • Erscheinungsdatum: 01.10.2018
  • Buch
  • 108 Seiten
  • 22.2 x 14 cm
  • ISBN 9783958321489
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Beschreibung


Kommunikation, das hat Hannah Arendt immer wieder betont, ist eines der wichtigsten Elemente der Politik. Jedem Menschen gleichermaßen Zugang zu Informationen und eine Stimme zu geben, war einst das demokratische Versprechen der Digitalisierung, insbesondere des Internets.
Was ist daraus geworden? Erzeugt das Netz gemeinsame Öffentlichkeiten oder entstehen politische Machtasymmetrien und soziale Ausschlüsse? Ist die Idee digitaler Teilhabe und Mitbestimmung vor dem Hintergrund der Dominanz von
Algorithmen und künstlicher Intelligenz nicht vielmehr ein Trugschluss?
Die in diesem Buch dokumentierten Beiträge der in Hannover veranstalteten HANNAH ARENDT TAGE 2017 diskutieren, welche Chancen das grenzüberschreitende Medium Internet bietet und vor welche Herausforderungen es politische Akteurinnen und Akteure – von der Kommune bis zum Bundestag – stellt. Technologische und sozialwissenschaftliche sowie politiktheoretische Zugänge reflektieren die Potenziale der Digitalisierung für eine tragfähige Demokratie des world wide web ebenso wie mögliche demokratiegefährdende Dynamiken.

Franziska Martinsen


Franziska Martinsen

Franziska Martinsen ist promovierte Philosophin und habilitierte Politikwissenschaftlerin. Als Privatdozentin an der Leibniz Universität Hannover sowie als Gast- und Vertretungsprofessorin an den Universitäten Wien und Greifswald lehrt sie Politische Theorie und Ideengeschichte und ist Autorin zahlreicher Bücher zu Themen der Politischen Philosophie.

Pressestimmen


Wie jeder technologische Innovationsschub kann auch Digitalisierung segensreich sein und Erleichterungen im Alltag verschaffen; bei ihrer Nutzung im Hinblick auf die erst einmal unabwendbare ‚Industrielle Revolution 4.0‘ muss man allerdings schon genauer hinschauen und auf den Zweck gucken. Davon wird Demokratie – wie sie ist und wie sie sein bzw. sich weiterentwickeln sollte – beeinflusst. Das Buch dokumentiert dazu nicht nur Positionen, sondern regt zu Diskussionen an, innerhalb derer Meinungen mit Wissen gesättigt werden können und ggf. die Frage aufkommt, welche ‚Macht‘ nach welcher ‚Vernunft‘ die Nutzung digitaler Möglichkeiten in Szene setzt.
Arnold Schmieder, socialnet.de, 26.02.2019.
›Die Politik braucht das philosophische Nachdenken über das, was ihr Alltagsgeschäft ist.‹ Diesen Kernsatz zum Diskursbuch »Wissen – Macht – Meinung. Demokratie und Digitalisierung« zitiert Herbert Schmalstieg von Hannah Arendt und diese Kernaussage durchzieht alle wertvollen und trefflichen Beiträge zur Technikfolgenbewertung, was [...] einerseits die Datengläubigkeit und andererseits die IT-Unsicherheit heute betrifft. Dieses Buch bietet eine wertvolle und umfassende Basis für weiterführende und vertiefende Debatten zur Zukunft der digitalen Demokratie und ihren damit einhergehenden Wandel.
Marga u. Walther Prankl, kultur-punkt.ch, Jan. 2019.
Das Buch dokumentiert 9 Beiträge der in Hannover veranstalteten ›Hannah Arendt Tage 2017‹. Hanna Arendt ist in Hannover geboren; seit 1998 gedenkt die Stadt ihrer mit den jährlich stattfindenden Hannah-Arendt-Tagen. Thematisch geht es um die Erörterung von Chancen und Risiken der Digitalisierung und des world wide web für eine funktionierende Demokratie.
Klaus Hansen, socialnet.de, 15.04.2019.