Zeitnormen

Zeit- und Freiheitskonflikte im Kapitalismus

  • Erscheinungstermin: September 2026
  • Sprache des Textes: Deutsch
  • 1. Auflage 2026
  • 360 Seiten
  • 22,2 cm x 14,0 cm
  • broschiert
  • ISBN 978-3-95832-460-2
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Beschreibung


Der Kapitalismus hat eine ihm eigene Zeitordnung hervorgebracht, die bis heute unseren Alltag, unsere Arbeit und unsere Vorstellungen von einem gelungenen Leben prägt. Zeit wird im Kapitalismus zu einer Norm, die beeinflusst, was als produktiv, sinnvoll und wertvoll gilt und was nicht.

Gesche Keding untersucht, wie diese Zeitordnung funktioniert, auf welche Weise sie fremdbestimmt und entfremdet und wie sie zugleich Freiheit ermöglicht. Damit schlägt sie auch ein neues Verständnis von Normativität vor. Die Studie bezieht zudem Zeit jenseits der kapitalistischen Zeitordnung ein, die mit Endlichkeit und Richtung andere faktische Grenzen setzt. Diese Erfahrung der Zeit kennzeichnet die Autorin als Tragik. Während die Zeitnorm des Kapitalismus kritisiert werden muss, müssen die Eigenschaften der Zeit hingenommen werden. Auch die Hinnahme dieser Tragik zeigt eine kritische Wirkung, entzieht sie dem Kapitalismus doch einen Teil der von ihm selbst hervorgebrachten Illusion unendlicher Möglichkeiten.

Gesche Keding


Gesche Keding hat an der Universität Hamburg Psychologie studiert und promovierte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena in Allgemeiner und Theoretischer Soziologie. Sie ist assoziierte Fellow am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt.