Czernin oder wie ich lernte, den Ersten Weltkrieg zu verstehen

  • Erscheinungsdatum: 01.09.2018
  • Paperback
  • 480 Seiten
  • 21.5 x 14 cm
  • ISBN 9783947373178
lieferbar innerhalb von 12 Monaten
Auf den Merkzettel

Beschreibung


Berlin 1991. Nach dem Mauerfall gelangt ein junger Mann in den Besitz von brisanten Papieren, die seinem Urgroßvater gehörten, dem Grafen Ottokar Czernin, vorletzter Außenminister der österreichischungarischen Monarchie.
Der stürzte 1918 über eine nie ganz aufgeklärte Affäre. Die Folgen reichen bis in die Gegenwart. Der Urenkel taucht ein in das schillernde Leben eines intelligenten, verführerischen, aber auch ehrgeizigen und unbeherrschten Mannes: Gesandter in Rumänien, wichtigster Minister seines Kaisers, Verhandlungsführer in Brest-Litowsk, Gegenspieler Trotzkis, gefeierter Friedensbringer, am Ende gestürzt, gedemütigt – und von der Geschichte vergessen.
Ein faszinierendes Panorama des untergehenden Habsburger-Reichs. Eine Parabel über das Wesen des Politischen. Ein Buch über die Unausweichlichkeit der Geschichte – und darüber, dass man der historischen Wahrheit vielleicht nur in einem Roman näherkommen kann. »Hoch spannend, literarisch, kunstvoll. Gehört gelesen!« (Die Presse, Wien)

Downloads


Hans von Trotha


Hans von Trotha
© Carsten Kampf

Hans von Trotha, geboren 1965 in Stuttgart, promovierte über Literatur und Gärten im 18. Jahrhundert. Er hat zehn Jahre einen renommierten Berliner Verlag geleitet. 2018 erschien sein Roman »A Sentimental Journey. Laurence Sterne in Shandy Hall«. Der Autor lebt und arbeitet als Publizist, Kurator und Berater von Kulturinstitutionen in Berlin.

Pressestimmen


Hoch spannend, literarisch, kunstvoll. Gehört gelesen!
Die Presse, Wien.
Hans von Trotha entwirft mit akribisch durchkomponiertem Detailreichtum ein vielschichtiges Panorama der letzten Jahre der österreichisch-ungarischen Monarchie.
Berliner Zeitung.
Durch all das politische Kuddelmuddel rund um Weltkrieg Nummer Eins zu blicken, das wäre natürlich toll, aber wohl nahezu unmöglich. Schlaues stellt Hans von Trotha in seinem historischen Roman um Graf Ottokar Czernin, den vorletzten Außenminister der österreichisch-ungarischen Monarchie, aber doch an. Dessen Urenkel stößt 1991 auf Unterlagen, die vieles über die politische Affäre verraten, die Czernin 1918 zum Rücktritt bewegte. So spiegelt sich das Weltkriegsgeschehen doppelbödig in der Wendezeit.
zitty Berlin.
Mit seinen fast 500 Seiten fällt der Roman `Czernin oder wie ich lernte, den ersten Weltkrieg zu verstehen´ aus dem Rahmen des üblichen Angebots. Mit der eigenen Familiengeschichte im Hintergrund hat sein Autor Hans von Trotha einen persönlich gefärbten Zugang zu den damaligen Zeitläuften gewählt, der dem Leser bei der umfangreichen Lektüre so manches Licht aufgehen lässt. … Geschickt hat Trotha zwei historische Ereignisse zu einer Romanhandlung verknüpft: den Ausbruch des Ersten Weltkriegs und den Fall der Berliner Mauer. … und so ganz nebenbei erfährt der Leser tatsächlich mehr über die Hintergründe des Krieges.
Gießener Anzeiger.
Vor genau 100 Jahren `brach´ der Erste Weltkrieg aus. Genau diese Floskel verschleiert das komplexe und explosive Gemisch aus Staaten, Allianzen und individuellem Versagen, das zu diesem Krieg führte. Die Hintergründe dieser globalen Katastrophe beschreibt Hans von Trotha in seinem Buch Czernin oder wie ich lernte, den Ersten Weltkrieg zu verstehen. Verwandtschaftlich dem letzten Außenminister der k.u.k Monarchie verbunden, analysiert er präzise die politischen und persönlichen Rochaden, die diesen mörderischen Krieg verursachten. Verwoben wird die große Geschichte mit einer passionierten Liebesgeschichte in Zeiten der Wiedervereinigung. Ein Thriller der großen Geschichte und kleiner Geschichten.
Dieter Kosslick.