Das pathologische Leiden der Bella Jolie

Novelle

  • Erscheinungsdatum: 15.03.2018
  • Buch
  • 160 Seiten
  • ISBN 9783947373017
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Beschreibung


Sie nennt sich ›Bella Jolie‹. Ihr Gesicht ist digital genauestens registriert. Sie fotografiert es, jeden Tag, hundert Mal am Tag, irgendwann tausend Mal. Bis sie nicht mehr lebt. Der Fall wird zu seiner gesellschaftlichen Sensation. Wer war diese Frau, die ihren Anblick scheinbar so sehr liebte, dass er sie tötete? Wegbegleiter zeichnen ein zutiefst widersprüchliches Psychogramm einer aufgeweckten und lebensmüden Tochter, Freundin und Geliebten...
Ramona Raabe erzählt in ihrem literarischen Debüt von einer fiktiven Suchterkrankung, welche das hochaktuelle Phänomen der »Selfie«-Kultur auf dramatische Weise zuspitzt und ihm zugleich eine sensible Tiefe verleiht.
Eine eindringliche Novelle über die Sehnsucht nach dem Ich, das sich bewahren lässt.

Ramona Raabe


Ramona Raabe

Ramona Raabe wurde 1992 in Köln geboren. Sie studiert Literatur und Filmwissenschaft an der Freien Universität Berlin und der University of California, Los Angeles. Bereits im Grundschulalter begann sie kreativ zu schreiben und wurde seither mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Martha-Saalfeld-Förderpreis 2013. Kurzgeschichten von ihr erschienen auch bei Dittrich, zuletzt 2016 in: »Unbehauste. 24 Autoren über Fremdsein.« Ramona Raabe lebt in Berlin.

LESUNGEN:

17.11.2018 Jurten Sessions, Berlin

10.07.2018 Sowieso, Berlin-Neukölln

19.05.2018 Projektgalerie ORi, Berlin

06.05.2018 Atelier Nike Seifert, Bonn

23.04.2018 Kulturhof Velbrück, Weilerswist-Metternich

04.04.2018 Clubheim des pin ESV ASKÖ Saalfelden Tennis, Saalfelden (Österreich)

23.03.2018 St. Severinus Pfarrheim, Erpel

22.03.2018 Mayersche Buchhandlung, Troisdorf

15.03.2018 Leipziger Buchmesse

 

 

Ailish Trimble


Ailish Trimble wurde 1992 in East London geboren. Sie lebt und arbeitet in Berlin als Illustratorin. Ailish hat einen Abschluss in Englischer Literatur on der University of York sowie ein Diplom in Kunst und Design von dem Camberwell College of Arts an der University of the Arts London. Trimble realisiert ihre Arbeit mit Literatur und Illustration im Rahmen unterschiedlicher Projekte.

Pressestimmen


Sie [die Autorin] hält uns manches Mal den Spiegel vor, die Selfie-Generation wird das merken. Wer etwas genauer über das Buch nachdenkt, entdeckt die Angst vor der Vergänglichkeit. Das regt zum Nachdenken an und so wird dieses Kleine Büchlein wirklich wertvoll, ich kann euch einen Blick hinein sehr empfehlen.
Daniel Pietrzik, mediennerd.de
Der Autorin gelingt es, dass jede Person, die im Buch zu Wort kommt, einen eigenen Charakter erhält. Nichts wirkt affektiert oder oberflächlich. Obwohl manche Figuren nur wenig Raum in der Novelle haben, scheint es doch so, als habe sich Raabe mit jeder persönlich unterhalten. [...] Ergänzt wird die Novelle von Illustrationen der Künstlerin Ailish Trimble, die es schafft, dem düsteren Unterton eine eigene Note zu geben. Sie visualisiert die Gesichter der Befragten, stellt Bellas Beziehung zu den Followern dar und zeigt Wachters Einsamkeit. Eine gelungene Symbiose aus Text und Illustration.
Lisa Kollien, hastuzeit Nr. 79, Jul. 2018.
Die thematisch längst überfällige Novelle Das pathologische Leiden der Bella Jolie über die Sucht nach der Selbstabbildung, das Einfangen des gegenwärtigen Moments und die Suche nach dem Ich besticht besonders durch den außergewöhnlichen, innovativen Aufbau.
Alina Wolski, literaturundfeuilleton.com, 03.04.2018.
Wenn ich ein Adjektiv für diese Novelle finden müsste, dann würde ich ein Adjektiv verwenden, das ich sonst eigentlich gar nicht mag. Cool. Denn ›Das pathologische Leiden der Bella Jolie‹ist cool. Es ist am Puls der Zeit, es dreht sich um eine fiktive Krankheit und es ist gleichermaßen tiefgründig wie leichte Lektüre.
Patricia Kaiser, the-kaisers, März 2018.
Die Novelle »Das pathologische Leiden der Bella Jolie« überzeugt […] durch ihren innovativen Aufbau. Der Leser wird Teil des interaktiven Bildbandes und erlebt diesen Sensationsfall aus vielen Perspektiven.
Ronald Galenza, Radio Fritz, 18.04.2018.