Wem gehört das Haus in Chemnitz

  • Erscheinungsdatum: 23.01.2017
  • Paperback
  • 224 Seiten
  • Fadenheftung
  • ISBN 9783943941753
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Beschreibung


1928 ließ der jüdische Fabrikant Walther Sachs in der Parkstraße 9 in Chemnitz eine Doppelhaus-Villa im Bauhausstil errichten. Familie Sachs floh 1933 nach Holland und musste die Villa in der Parkstraße aufgeben.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Villencharakter aufgelöst und das Haus in mehrere Wohnungen aufgeteilt. Die Zweitbesitzer, die das Haus 1934 erworben hatten, lebten noch einige Jahre in der ehemaligen Villa, verließen aber bis 1959 die DDR.
Nach Öffnung der Grenzen und dem Ende der DDR erhoben die Erben der Zweitbesitzer Anspruch auf die beiden Haushälften in der Parkstraße. Und kurze Zeit später auch eine Tochter von Walther Sachs, die als einzige ihrer Familie den Holocaust überlebt hatte. Danach blieb die Eigentumsfrage zehn Jahre ungeklärt, das denkmalgeschützte Haus verfiel und die verunsicherten Bewohner zogen aus.
1992 begann Volker Dittrich, frühere und jetzige Bewohner aus dem Haus in der Parkstraße zu interviewen. Über 20 Jahre hat der Autor das Haus und dessen Bewohner nicht aus den Augen verloren. Weitere Interviews geführt. Wichtige Dokumente gesammelt, berührende Gespräche mit den Bewohnern über deren Lebenswege und Schicksale geführt.

Volker Dittrich


Volker Dittrich

Volker Dittrich, geboren 1951 in Fleestedt, bei Hamburg. Kaufmännische Lehre, Arbeit als Speditionskaufmann, Pädagogik­studium, Lehrer an einer Gesamtschule, Heraus­geber beim Institut für Bildung und Kultur, ­Remscheid, Journalist und Autor. 1990 Gründung des Dittrich Verlags. Veröffentlichungen: Romane (»Operation Texel« 1990, »Ferne Berührung« 1999). Sachbücher: (»Zwei Seiten der Erinnerung – Die Brüder Edgar und Manfred Hilsenrath« 2012, »Wem gehört das Haus in Chemnitz« 2015), Hörfunk-Features (zuletzt »Wir sind Profis für Versöhnung und Verständigung – Schriftsteller auf dem Balkan« DLF 2016), Dokumentarfilm »Die Nacht der Georgier«, 2002.