1977 wandert der deutsch-rumänische Autor und Übersetzer Jan Cornelius aus dem rumänischen Banat nach Deutschland aus – in das Land, aus dem seine Vorfahren einst ausgewandert sind. Der Kulturschock lässt nicht lange auf sich warten. Jan Cornelius spricht etwas merkwürdig: Er rollt das ›R‹, und seine Sprachmelodie hat einen eigenartigen Singsang. Deshalb wird er bisweilen gefragt, was er denn eigentlich für ein Landsmann sei.
»Aus Rumänien? Dann kennen Sie sicherlich Dracula?«
So beginnt das ost-westliche Missverständnis. Und es bleibt nicht das einzige. Dreizehn Jahre nach der ersten Veröffentlichung erzählt Cornelius seine Geschichte erneut: von Auswanderung und Ankunft, von Diktatur und kleinen Freiheiten, von Securitate und Psychiatrie, von Vorurteilen, Missverständnissen und dem Leben zwischen zwei Welten. Das Unglaubliche daran: Es ist alles wahr.
Mit Ionesco, Hrabal und Hašek an seiner Seite betrachtet Cornelius die Absurdität des Lebens mit Witz und Verwunderung. Heraus kommt eine autobiografische Narrenkomödie über einen Kulturschock, der manchmal bitter ist, meistens absurd – und erstaunlich oft zum Lachen.
»Bissige Ironie, hintergründiger Wortwitz und sprachliche Leichtigkeit machen die Bücher von Jan Cornelius zu einem besonderen Lesevergnügen. Aus seinen Büchern kann man mehr über die Ost-West-Beziehungen lernen als aus so mancher Politikerrede.« – Berliner Zeitung