Nie geht es nur um Vergangenheit

Schicksale und Begegnungen im Dreiland 1933-1945

  • herausgegeben von Wolfgang Benz , Johannes Czwalina , Dan Shambicco
  • Erscheinungsdatum: 31.10.2018
  • Buch
  • 504 Seiten
  • 21.5 x 14 cm
  • ISBN 9783947373222
lieferbar innerhalb von 2 Werktagen
Auf den Merkzettel

Beschreibung


Heute gibt es nur noch wenige Zeitzeugen, die den Zweiten Weltkrieg mit- und überlebt haben. Schon bald werden wir nur noch Berichte aus zweiter Hand hören können. Im vorliegenden Buch erzählen ehemalige Flüchtlinge, deren Heimat in der Zwischenzeit das Dreiländereck geworden ist oder deren Fluchtweg diese Gegend gekreuzt hat, von ihren tiefgreifenden Erlebnissen, von Feigheit und Denunziation, aber auch von Mut und Hilfsbereitschaft. Unter den Beiträgern befinden sich nicht nur letzte Überlebende des Holocaust und deren Kinder, sondern auch Nachkommen von Tätern, die selbst unter den Verbrechen ihrer Vorfahren leiden. Die Vergangenheit und die Gegenwart können nicht getrennt betrachtet werden, sondern die Gegenwart kann nur aus der Kenntnis der Vergangenheit heraus verstanden und bewältigt werden.
Ein aufwühlendes Zeitdokument.

LESUNGEN:

13.11.2018, Lörrach:
Dreiländermuseum, Basler Str. 143, D-79540 Lörrach, 19 Uhr


25.11.2018, Basel:
Les Gareçons, Schwarzwaldallee 200 - Badischer Bahnhof, CH-4058 Basel, 19 Uhr



29.11.2018, Liestal:
Kantonsbibliothek Baselland, Emma Herwegh-Platz 4, CH-4410 Liestal, 19.30 Uhr


13.12.2018, Freiburg i. Br.
Universitätsbibliothek, Platz der Universität 2, D-79098 Freiburg im Breisgau, 18.30 Uhr


10.01.2019, Gedenkstätte Riehen:
Inzlingerstrasse 44, CH-4125 Riehen, 19.30 Uhr


17.01.2019, Berlin:
Holocaust-Mahnmal, Cora-Berliner-Straße 1, D-10117 Berlin, 18 Uhr


04.02.2019, Frankfurt a.M.:
Deutsche Nationalbibliothek, Adickesallee 1, D-60322 Frankfurt am Main, 19 Uhr


19.02.2019, Bonn:
Universitätsclub, Konviktstraße 9, D-53113 Bonn, 18.30 Uhr


25.02.2019, Leipzig:
Deutsche Nationalbibliothek, Deutscher Pl. 1, D-04103 Leipzig , 19.00 Uhr

Wolfgang Benz


Wolfgang Benz

Wolfgang Benz, geboren 1941, ist emeritierter Professor für Zeitgeschichte, lehrte von 1990 bis 2011 an der Technischen Universität Berlin und leitete dort das Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung. 1992 erhielt er den Geschwister Scholl-Preis. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift für Geschichtswissenschaft sowie Autor zahlreicher Veröffentlichungen, darunter einiger Standardwerke, zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert.

 

 

Johannes Czwalina


Johannes Czwalina
© M. Gilgen

Johannes Czwalina studierte Archäologie in Jerusalem und Theologie in Basel. Zehn Jahre arbeitete er als Großstadtpfarrer und war maßgeblich am Aufbau verschiedener bedeutender sozialer und öffentlicher Einrichtungen beteiligt. Parallel zur Gründung der CC Czwalina Consulting AG 1993 entstand die Gesellschaft zur Beratung von Führungskräften (GBF), die Menschen begleitet, die durch Notsituationen eine Beratung nicht bezahlen können. Die GFB ist die Social Responsibility der CC Czwalina Consulting AG. Seine langjährigen Erfahrungen aus der Beratungspraxis hat er in verschiedenen Büchern verarbeitet, wie etwa »Wenn ich noch mal anfangen könnte«, »Karriere ohne Reue« und »Zwischen Leistungsdruck und Lebensqualität. Warum der Markt keine Seele hat«.

Dan Shambicco


Dan Shambicco

Dan Shambicco, geboren 1991 in Basel, lebt in Riehen, wo er im Bildungs- und Erziehungswesen tätig ist. Er ist aktives Leitungsmitglied der Gedenkstätte Riehen und Buchautor. Im Verlag Waldemar Lutz bisher erschienen: »Unter dem blauen Baum – Prosagedichte«.

Pressestimmen


›Nie geht es nur um Vergangenheit‹: So heißt ein Buch, aus dem Dan Shambicco und Johannes Czwalina am 13. November im Dreiländermuseum lesen. In dem Band wollen die beiden und Wolfgang Benz, der Historiker und Gründer des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung, den Menschen, die die Schrecken der Nazidiktatur selbst erlebten, eine Stimme geben, bevor sie erlischt.
Martina David-Wenk, Badische Zeitung, 02.11.2018.
Die Geschichten erzählen vom Leben zur Zeit des Nationalsozialismus auf beiden Seiten der Grenze, von geglückten und gescheiterten Fluchtversuchen, von Menschen, die viel Mut bewiesen haben. Nachkommen von Opfern und Tätern berichten, wie sie ihr "Erbe" bewältigen, unter anderem Andrzej Szpilman, der Sohn des bekannten Pianisten Wladyslaw Szpilman.
Jochen Fillisch, Badische Zeitung, 11.11.2018.
Die von ihm zum Teil selbst gesammelten Zeitzeugenberichte erzählen vom Mut der Flüchtenden, von Verzweifelten, die aus fahrenden Zügen sprangen, die durch Rhein und Wiese schwammen, von Enttäuschten, die von der Schweiz gleich wieder nach Deutschland ausgeliefert wurden. Manchmal erzählen sie von guten Menschen, von Polizisten, die ein Auge zudrückten und die Flüchtlinge nicht gleich wieder zurückschickten, von Dorfbewohnern, die den Ausgelaugten zu essen gaben, aber auch von denen, die ihr Land vor Überfremdung schützen wollten und gewissenhaft ihren Dienst verrichtet haben.
Willi Adam, Badische Zeitung, 13.11.2018.
Das Buch ist ein ausgezeichneter, ein erhellender Beitrag zur Regionalgeschichte in finsterer Zeit.
Erika Weisser, Chilli. Das Freiburger Stadtmagazin, 14.11.2018.
Weisheit für die Gegenwart.
Markus Greiß, Oberbadische Zeitung, 14.11.2018.