Zeitschrift für Genozidforschung, 24. Jahrgang 2026, Heft 2

Fokus: Genozid: gesellschaftliche und rechtliche Sanktionierungen

  • 24 Jg., Heft 2
  • Erscheinungstermin: Dezember 2026
  • 1. Auflage 2026
  • broschiert
  • ca. 150 Seiten
  • 22,2 cm x 14,0 cm
  • ISBN 978-3-95832-468-8
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Beschreibung


Die Beiträge des neuen Heftes der Zeitschrift für Genozidforschung mit dem Fokus »Genozid: gesellschaftliche und rechtliche Sanktionierungen« untersuchen die Praktiken der Strafverfolgung von Genozidverbrechen vor internationalen Tribunalen und Gerichten. Sie beschäftigen sich am Beispiel des Völkermords der 1990er Jahre in Bosnien-Herzegowina mit Aspekten der strategischen Leugnung; sie nehmen Aspekte der Viktimisierung und Dehumanisierung im Medium von Comics während des Genozids in Ruanda in den Blick; und sie analysieren Zeugenaussagen im Rahmen des Bielefelder Białystok-Prozesses (1965–1967) hinsichtlich von Rollenkonstruktionen und der Selbstpositionierungen im Feld von polnischen und deutschen Erinnerungs- und Rechtsdiskursen

Mit Beiträgen von Fatih Kolkilic, Jasmin Medić, Dennis Miskić, Anne Peiter und Katrin Stoll.

Die 1999 etablierte, halbjährlich erscheinende Zeitschrift für Genozidforschung greift konzentriert Forschungsarbeiten im Bereich der Genozidforschung auf. Neben Darstellungen historischer Ereignisse werden Detailstudien zu Entstehungsprozessen und Phasen von Vertreibung und Völkermord, zu Ursachen von Verfolgung und Ausgrenzung oder zu völkerrechtlichen Fragestellungen vorgestellt. Ein ausführlicher Rezensionsteil informiert über Neuerscheinungen. ISSN 1438-8332

Mihran Dabag


Mihran Dabag
Mihran Dabag, Prof. Dr., ist Gründungsdirektor und Mitglied des Instituts für Diaspora- und Genozidforschung/ Ruhr-Universität Bochum und lehrte Neuere und Neueste Geschichte ebenfalls an der Ruhr-Universität Bochum. Forschungs- und Publikationsschwerpunkte: Strukturvergleichende Genozidforschung; Theorie und Methodik der Gewaltforschung; Diasporaforschung; Nationalismus und Nationalbewegungen; Transformation und kollektive Gewalt im Osmanischen Reich; Geschichte und Ideologie der Jungtürkenbewegung; kollektives Gedächtnis; Erinnerungskultur und Erinnerungspolitik.

Kristin Platt


Kristin Platt
© Schirdewahn
Kristin Platt, Prof. Dr., Sozialpsychologin und Kulturwissenschaftlerin, ist Leiterin des Instituts für Diaspora- und Genozidforschung der Ruhr-Universität Bochum und Privatdozentin am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt- Universität zu Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Genozid- und Gewaltforschung sowie zu Forschungen über psychische und soziale Traumatisierungsfolgen bei Überlebenden politischer Gewalt.