Ungleichheit und Verfassung

Vorschlag für eine relationale Rechtsanalyse

  • Erscheinungsdatum: 10.04.2019
  • Buch
  • 430 Seiten
  • 22.2 x 14 cm
  • ISBN 9783958321816
lieferbar innerhalb von 2 Werktagen
Auf den Merkzettel

Beschreibung


Verfassungen versprechen Gerechtigkeit und Gleichheit. Als Grundlagendokument einer demokratischen Ordnung sollen sie damit eine rechtliche Antwort auf gesellschaftliche Ungleichheit geben. Ausgehend von diesem normativen Anspruch wird in drei Fallstudien zu Umverteilung, Anerkennung und Repräsentation rekonstruiert, wie ökonomische und geschlechtliche Ungleichheitsverhältnisse in der grundgesetzlichen Verfassungspraxis verhandelt werden. Dabei wird aufgezeigt, dass die Entwicklung einer verfassungsrechtlichen Sprache für die Adressierung struktureller Ungleichheit entscheidend mit dem methodischen Zugriff zusammenhängt. Während der tradierte Rechtsindividualismus zu systematischen Hürden führt, ermöglicht eine relationale Perspektive die Thematisierung gesellschaftlicher Ungleichheit als Verfassungsfrage.
Aufbauend auf ökonomiekritische Perspektiven und feministische Rechtskritiken entwirft die Autorin eine relationale Rechtsanalyse, die sowohl einen methodischen Analyserahmen für rechtswissenschaftliche Untersuchungen als auch ein Vokabular für gleichheitsorientierte Auslegungen des Verfassungsrechts zur Verfügung stellt.

Cara Röhner


Cara Röhner studierte Politik- und Rechtswissenschaft. Sie arbeitete als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Öffentliches Recht an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und wurde 2018 promoviert. Für ihre Dissertation erhielt sie den Cornelia Goethe Preis und den Walter-Kolb-Gedächtnispreis.