Relational Reframe

Einsatz einer relationalen Perspektive auf Migration in der Erwachsenenbildungsforschung

  • Erscheinungsdatum: 02.07.2019
  • Buch
  • 360 Seiten
  • 22.2 x 14 cm
  • ISBN 9783958321755
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Beschreibung


»Alles was ist, ist Beziehung, und alles was nicht ist, ist ebenfalls Beziehung.« Mit dieser apodiktischen Zuspitzung hat der Philosoph Julius Jakob Schaaf schon vor fünfzig Jahren umrissen, was sich heute als relational turn in der Erkenntnistheorie immer deutlicher abzeichnet.

Die vorliegende Studie würdigt Schaafs anspruchsvollen philosophischen Entwurf und entfaltet dessen Programm: weg vom klassisch-abendländischen Substanz- und Identitätsdenken hin zu einer Epistemologie der Relationalität. Darauf aufbauend entwickelt der Autor das Verfahren des Relational Reframe. Dieses behauptet nicht länger, dass ein Gegenstand festgelegt und damit von seinem Kontext entbunden werden kann. Stattdessen macht es seine Beziehungen sichtbar und betont Pluralität, Kontingenz und Differenz.
Von einer solchen wissenschaftstheoretischen Reflexion kann gerade die empirische Forschung profitieren. Das Beispiel der Migrationsforschung in der Erwachsenenbildung veranschaulicht, wie eine relationslogische Perspektive in den Erkenntnisprozess interveniert – gegen beschränkende Zuschreibungen, zugunsten verdeckter Entwicklungsmöglichkeiten.

Malte Ebner von Eschenbach


Malte Ebner von Eschenbach ist Erziehungswissenschaftler und als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Arbeitsbereich Erwachsenenbildung/Weiterbildung beschäftigt. Zu seinen Arbeits- und Forschungsschwerpunkten zählen Relationale Theorieentwicklung, Geschichte der empirischen Forschung in der Erwachsenenbildung und Politische Erwachsenenbildung. Bei Velbrück Wissenschaft erschienen: Relational Reframe. Einsatz einer relationalen Perspektive auf Migration in der Erwachsenenbildungsforschung (2019).

Pressestimmen


›Relational Reframe‹ ist eine facettenreiche, originelle und fundierte theoretische Arbeit, die erkenntnistheoretisch Interessierte anspricht, empirisch Forschende aber ebenso explizit adressiert und dazu anregt, sich einer Debatte um das Zusammenspiel von Theorie und Empirie auszusetzen. Die Diskussion des Verhältnisses von Substanz und Relation eröffnet differenzierte Blicke auf unterschiedlichste Forschungsgegenstände.
Annette Sprung & Daniela Holzer, Zeitschrift für Weiterbildungsforschung (2020).