Philosophieren in der Diktatur

Eine aktuelle Debatte in der arabischsprachigen Philosophie

  • 22,2 cm x 14,0 cm
  • 244 Seiten
  • broschiert
  • 1. Auflage
  • 31.03.2022
  • ISBN 978-3-95832-277-6
lieferbar innerhalb von 2 Werktagen
Auf den Merkzettel

Produktsicherheit

Beschreibung


Welche kritische Funktion hat die Philosophie in autoritär regierten Staaten? Die Beiträge des vorliegenden Bandes gehen dieser Frage im Kontext arabischer Diktaturen und ihrer Nachfolgegesellschaften nach. Sie erörtern die Bedeutung erlittenen Unrechts für die Philosophie und konfrontieren die historische Erfahrung mit der Erfahrung des Denkens. Die Autor:innen untersuchen philosophische An- und Enteignungsstrategien, sie zeigen im Rückgriff auf arabische und europäische Denktraditionen, welche Aufgaben Kritik bei ausgewählten zeitgenössischen arabischen Denker:innen hat, und reflektieren über persönliche Unrechtserfahrung. Ihre Zeitzeugenberichte sind erst in einer Post-Diktaturphase möglich geworden und liegen erstmalig in deutscher Übersetzung vor.

Mit Beiträgen von: Zeïneb Ben Saïd-Cherni, Sarhan Dhouib, Franziska Dübgen, Fatna El-Bouih, Nadia El Ouerghemmi, Steffi Hobuß, Elizabeth Suzanne Kassab, Salah Mosbah, Sarah Schmidt, Fathi Triki und Rachida Triki.

 

Sarhan Dhouib


Sarhan Dhouib ist ab September 2026 Professor für Interkulturelle Religionsphilosophie an der Universität Wien. 2008 wurde er an den Universitäten Bremen und Tunis über System und Identität bei Schelling promoviert; 2026 folgte seine Habilitation zu Toleranz und Intoleranz in der arabischen Moderne an der Universität Hildesheim, wo er gegenwärtig als Gastwissenschaftler tätig ist. Darüber hinaus lehrte und forschte er an der Universität Kassel. Bei Velbrück Wissenschaft hat er unter anderem herausgegeben: Philosophieren in der Diktatur (2022), Erinnerungen an Unrecht (2021), Toleranz in transkultureller Perspektive (2020), Formen des Sprechens, Modi des Schweigens (2018).

Pressestimmen


In summary, ‘Philosophy in the Arab Context of Tyranny’ constitutes a notable addition to the intellectual landscape, beckoning to both Arab and European readers who share a vested interest in unraveling the intricate tapestry of modern and contemporary cultural and political dynamics within the Arab world. It serves as an invaluable resource that provides rich and nuanced insights into the interplay between these dynamic forces and the bedrock of Western modern values and philosophies. As such, it emerges as an indispensable companion for those in pursuit of a deeper understanding of the multifaceted and ever-evolving relationship between the Arab world and Western thought.
Amany Abdelrazek-Alsiefy, International Sociology, Vol. 39 (2)