Wege der Macht

Philosophische Machttheorien von den Griechen bis heute

  • Format: 22.2 x 14 cm
  • 156 Seiten
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • 24.11.2017
  • Klebebindung
  • Paperback
  • ISBN 9783958321298
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Beschreibung


Macht ist die Fähigkeit, andere seinen Interessen gefügig zu machen. Ausgehend von dieser Definition stellt das vorliegende Buch unterschiedlichste politisch-philosophische Machtheorien einander kritisch gegenüber. Von den Sophisten wird dabei der Bogen geschlagen über die Väter des modernen Liberalismus bis hin zu Carl Schmitt und Michel Foucault.

Deren Ansätze bewerten Machtstreben und Machtgier nicht selten als konstante anthropologische Gegebenheiten, die mit der Kompetenz zur Machtausübung untrennbar verbunden bleiben. Gemein ist ihnen außerdem, dass sie Recht und Moral als offene oder verschleierte Instrumente im Dienste der Machthaber verstehen. Recht diene lediglich der Festschreibung und Moral der Einübung von Konformismus und Unterordnung. Politik
wiederum scheint der Clausewitz’schen Formel – allerdings in der von Michel Foucault stammenden Umkehrung – zu gehorchen, wonach Politik als »Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln« zu definieren ist.

Die Frage, ob und wie der Evidenz dieser Formel und der Logik ihrer Umkehrung begegnet werden kann, wird in der politischen Ideengeschichte – von Rousseau bis Habermas, von Kant bis Rawls oder von Nietzsche bis Rorty – kontrovers diskutiert. Der Autor wertet die Antworten unter der Leitfrage aus, ob es ihnen gelingt, die Behauptung von der Naturgegebenheit des Machtstrebens zu widerlegen.

Enno Rudolph


Enno Rudolph ist Professor em. für Philosophie an der Universität Luzern. Er promovierte 1974 über Kant und habilitierte sich 1983 über Aristoteles – jeweils an der Universität Heidelberg – und hatte zahlreiche Gastprofessuren im In- und Ausland inne. Von 1977 bis 2000 war er Hauptamtlicher Mitarbeiter und Leiter des Arbeitsbereichs Philosophie am »Interdisziplinären Forschungszentrum FESt« in Heidelberg.