Wissen in Bewegung

Vielfalt und Hegemonie in der Wissensgesellschaft

  • herausgegeben von Sabine Ammon , Corinna Heineke , Kirsten Selbmann
  • Erscheinungsdatum: 09.04.2007
  • Buch
  • 248 Seiten
  • 22.2 x 14 cm
  • ISBN 9783938808306
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Beschreibung


Mit dem Konzept der 'Wissensgesellschaft' wird die gewachsene soziale, politische und ökonomische Bedeutung von Wissen zu fassen versucht. Die Vielfalt unterschiedlicher Wissensarten sowie die Dominanzverhältnisse und Wechselwirkungen zwischen ihnen werden jedoch meist ungenügend reflektiert. Dieses Defizit möchte der Band Wissen in Bewegung mindern.
Die beteiligten Autorinnen und Autoren entwickeln den Wissensbegriff weiter, um die Vielfalt der Wissensformen spiegeln zu können; sie analysieren die Beziehungen zwischen ihnen und stellen dabei die Einflüsse gesellschaftlicher Machtverhältnisse heraus. Sie untersuchen das Verhältnis zwischen indigenem Wissen und westlicher Wissenschaft, entwickeln Wissenskonzeptionen jenseits homogener Einheitskonzepte, verfolgen die Genese von Gegenwissen und beleuchten kritisch die Rolle wissenschaftlicher Akteure in biopolitischen Kontroversen. Sie verbinden philosophische, politologische und soziologische Ansätze sowie theoretische Überlegungen mit praktischen Erfahrungen.

Sabine Ammon


Sabine Ammon, Corinna Heineke, Arne Hintz und Kirsten Selbmann promovierten an der Technischen Universität Berlin, der Universität Kassel und der Universität Hamburg zu unterschiedlichen Aspekten von Wissen und der Wissensgesellschaft. Um sich mit diesen Themen im interdisziplinären Dialog auseinanderzusetzen, unterhielten sie von 2003 bis 2006 eine Arbeitsgruppe von NachwuchswissenschaftlerInnen, deren Diskussionen den Anstoß für diesen Band gaben.

Corinna Heineke


Kirsten Selbmann


Pressestimmen


Die einzelnen Beiträge sind druchweg gelungen. (...) Als Ansammlung von teils überblickenden, analysierenden Texten und Einzelanalysen bietet dieser Band einen schönen Einstieg in die Debatte um Wissenspluralismus und seine Probleme.
Philosophische Rundschau, 4/2009, Ansgar Lyssy.
Diese Weiterungen machen den Band interessant für alle, die die schöne neue Welt der Wissensgesellschaft mit der notwendigen informierten Skepsis betrachten wollen.
Das Argument 273/2007, Fritz Reusswig.
Vor allem an der Ausbreitung mikrobiologischer und gendiagnostischer Forschungen kann gezeigt werden, dass die Expansion wissenschaftlichen Wissens an eine Zunahme von Nichtwissen gekoppelt ist. Politisch relevant wird damit die Frage, ob in einer wissensbasierten Gesellschaft das Nichtwissen als Rechtsgut etabliert werden sollte, um Risiken und Nebenfolgen systematischer Wissensproduktion – wie beispielsweise genetische Diskriminierung – einzudämmen.
ZPOL, 28.03.08, MIR.