Bilder als Diskurse – Bilddiskurse

  • herausgegeben von Sabine Maasen , Torsten Mayerhauser , Cornelia Renggli
  • Erscheinungsdatum: 30.11.2006
  • Buch
  • 232 Seiten
  • 22.2 x 14 cm
  • ISBN 9783938808191
lieferbar innerhalb von 2 Werktagen
Auf den Merkzettel

Beschreibung


Das zentrale Interesse dieses Bandes ist es, neben klassisch textbasierten Diskursanalysen Bilder als diskursanalytisches Quellenmaterial und diskurstheoretischen Gegenstand zu explizieren.
Insbesondere die zunehmende Bedeutung von massenmedial verbreiteten Bildern für die Konstituierung moderner Subjekte verlangt die Beantwortung der Frage nach den Bedingungen, die darüber entscheiden, was – gemessen am schier unbegrenzten Bilderreigen – zu einem bestimmten Zeitpunkt, an einem bestimmten gesellschaftlichen Ort sichtbar ist, genauer: sichtbar gemacht worden ist. Umgekehrt informieren sichtbar gemachte Oberflächen wie Bilder auch über jene gesellschaftlichen Konstellationen, in denen sie auftauchen: Welche Bilder zeigen welche gesellschaftlichen, kulturellen Verhältnisse oder deren Wahrnehmungsweisen an?

Analog zu den Feldern des Sagbaren diskursiver Ordnungen des Aussagens verorten die Autorinnen und Autoren dieses Bandes Bilder deshalb im Anschluss an Foucault in Feldern des Sichtbaren. Mit Foucault zu reden, gilt es, 'das ganze Feston des Sichtbaren und des Sagbaren, das eine Kultur in einem bestimmten geschichtlichen Augenblick kennzeichnet', zu beschreiben, indem man 'das Privileg des Diskurses' aufhebt, um die komplexen Überschneidungen und Transformationen von Diskursen und Bildern in den Blick zu bekommen. So betrachtet geben Bilder – ebenso wie Texte – Auskunft über Ordnungen des Diskurses. Sie tragen nicht zuletzt dazu bei, gesellschaftliche und kulturelle Wirklichkeiten zu erzeugen und zu strukturieren. Und diese lassen sich besser verstehen, wenn Bildern nicht nur kunst- oder medienwissenschaftliche, sondern auch gesellschaftstheoretische und gegenwartsdiagnostische Aufmerksamkeit gewidmet wird.

Sabine Maasen


Sabine Maasen war Professorin für Wissenschaftsforschung/Wissenschafts-soziologie an der Universität Basel. Seit Dezember 2013 hat sie den Friedrich Schiedel-Stiftungslehrstuhl für Wissenschaftssoziologie an der Technischen Universität München inne. Torsten Mayerhauser war Doktorand im Projekt "Integration und Ausschluss durch Bilder des Anderen" im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms 51 Integration und Ausschluss" des Schweizerischen Nationalfonds". Schwerpunkte: Normalisierungsforschung, Bilddiskursanalyse, governmentality studies, Diskurstheorie, Philosophische Anthropologie. Torsten Mayerhauser arbeitet am »Programm Wissenschaftsforschung« der Universität Basel mit.

Torsten Mayerhauser


Sabine Maasen war Professorin für Wissenschaftsforschung/Wissenschafts-soziologie an der Universität Basel. Seit Dezember 2013 hat sie den Friedrich Schiedel-Stiftungslehrstuhl für Wissenschaftssoziologie an der Technischen Universität München inne. Torsten Mayerhauser war Doktorand im Projekt "Integration und Ausschluss durch Bilder des Anderen" im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms 51 Integration und Ausschluss" des Schweizerischen Nationalfonds". Schwerpunkte: Normalisierungsforschung, Bilddiskursanalyse, governmentality studies, Diskurstheorie, Philosophische Anthropologie. Torsten Mayerhauser arbeitet am »Programm Wissenschaftsforschung« der Universität Basel mit.

Cornelia Renggli


Sabine Maasen war Professorin für Wissenschaftsforschung/Wissenschafts-soziologie an der Universität Basel. Seit Dezember 2013 hat sie den Friedrich Schiedel-Stiftungslehrstuhl für Wissenschaftssoziologie an der Technischen Universität München inne. Torsten Mayerhauser war Doktorand im Projekt "Integration und Ausschluss durch Bilder des Anderen" im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms 51 Integration und Ausschluss" des Schweizerischen Nationalfonds". Schwerpunkte: Normalisierungsforschung, Bilddiskursanalyse, governmentality studies, Diskurstheorie, Philosophische Anthropologie. Torsten Mayerhauser arbeitet am »Programm Wissenschaftsforschung« der Universität Basel mit.