Systemtheoretisch fundiert und zugleich essayistisch zugänglich beschreibt Christian Schuldt das Ich als Schnittstelle sozialer, digitaler und ökologischer Umwelten. Identität erscheint dabei nicht mehr als privates Projekt oder Authentizitätspostulat, sondern als dynamischer Knotenpunkt vielfältiger Relationen. So entsteht ein neues Konzept von Identitätsbildung, das nächste Ich, das nicht mehr auf Abgrenzung oder Selbstoptimierung setzt, sondern auf wechselseitige Verbundenheit und produktive Koexistenz. Ein Buch für alle, die verstehen wollen, wie wir uns in Zukunft selbst verstehen.
Was macht das Ich im Übergang zur nächsten Gesellschaft aus? Christian Schuldt zeigt, wie sich unser Selbstverständnis im 21. Jahrhundert grundlegend verschiebt: Das hyperindividualisierte, performative Ego der Spätmoderne verliert an Geltung, stattdessen wird ein neues Selbstbild sichtbar, das Beziehung, Kontext und wechselseitige Abhängigkeit in den Mittelpunkt rückt. Dieses »nächste Ich« beginnt dort, wo die »Gesellschaft der Singularitäten« (Reckwitz) an ihr Ende gelangt.
Das nächste Ich verbindet Gesellschaftsanalyse, Kulturdiagnostik und Zukunftsperspektiven zu einem lebendigen Essay über Identität im Zeitalter von Krisen, KI und Hypervernetzung. Der Autor zeigt, warum das Selbst heute zur entscheidenden Ressource gesellschaftlicher Transformationsfähigkeit wird – und wie ein relationales Selbstverständnis helfen kann, Polarisierung, Erschöpfung und Sinnverlust zu überwinden.