Nico Stehr analysiert die grundlegende Transformation moderner Gesellschaften zur Wissensgesellschaft und untersucht, wie Wissen zum zentralen Macht- und Gestaltungsfaktor wird. Auf diese Weise entwickelt er eine umfassende Soziologie des Wissens, die klassische theoretische Perspektiven mit gegenwärtigen Herausforderungen verbindet.
Zentrale Themen der in dieser Sammlung vereinten Texte sind die wachsende Bedeutung wissenschaftlichen Wissens für soziale Beziehungen, die Grenzen wissenschaftlicher Autorität und ihre paradoxen Wirkungen, Zusammenhänge zwischen Wissen und sozialer Ungleichheit, die transformierte Rolle von Universitäten, Wissenspolitik und Regulierungsmechanismen, das Verhältnis von Wissen und Nicht-Wissen sowie Fragen zu Wissen, Märkten und Biotechnologie.
Das Besondere an dem Buch ist die systematische Analyse von Wissensdynamiken in Globalisierungsprozessen, die kritische Untersuchung von Wissen als Ressource für Demokratie und Macht, die Auseinandersetzung mit künstlicher Intelligenz als epistemische Kraft sowie die atmosphärische Perspektive auf Demokratie unter Bedingungen ökologischer und epistemischer Unsicherheit.
Mit einem Vorwort von Christoph Kircher und Elisa Piras richtet sich das Buch an Forschende und Studierende der Soziologie, Politikwissenschaft, Wissenschaftsgeschichte, Science Studies, Governance-Studien und Klimapolitik.