Soziologische Theorien des Rechts

Eine Einführung anhand von Schlüsseltexten

  • Sprache des Textes: Deutsch
  • 22,2 cm x 14,0 cm
  • broschiert
  • 1. Auflage 2024
  • Erscheint: April 2024
  • ca. 400 Seiten
  • ISBN 978-3-95832-361-2
noch nicht erschienen
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Beschreibung


Wenngleich rechtssoziologische Forschung heute in vielfältiger Weise von interdisziplinären Bezügen und Kooperationen mit den Rechtswissenschaften sowie den verschiedenen sozial-, geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächern gekennzeichnet ist, so stellt doch die Soziologie in theoretischer Hinsicht weiterhin den zentralen Bezugsrahmen der Disziplin dar. Das vorliegende Buch erschließt soziologische Theorien des Rechts, indem es Schlüsseltexte einführend vorstellt und kontextualisierend erörtert. Über historisch wie gegenwärtig für die deutschsprachige Rechtssoziologie prägende Schriften werden Gemeinsamkeiten, aber auch Besonderheiten des Forschungsfeldes umfassend abgebildet.
Das Buch gliedert sich entlang der Hauptphasen der rechtssoziologischen Theorieentwicklung in drei Teile: Es versammelt Beiträge zu frühen Rechtssoziologien (etwa Durkheim, Ehrlich, Weber oder Geiger), zu rechtssoziologischen Theoriebildungen in der Differenzierungsphase der Rechtssoziologie (unter anderem Popitz, Luhmann, Habermas, Foucault oder Bourdieu) und nicht zuletzt zu jüngeren Perspektiven (zum Beispiel McKinnon, Crenshaw, Ewick und Silbey oder Latour). Die Erörterungen der Schlüsseltexte behandeln neben dem Leben und dem wissenschaftlichen Werk der Autor:innen auch die jeweiligen gesellschaftlichen und theoretischen Kontexte, in denen es entsteht; sie geben darüber hinaus den Inhalt der Schlüsseltexte sowie deren Rezeptionsgeschichte und Wirkung wieder. Das Buch richtet sich an Forschende der Rechtssoziologie wie auch der Allgemeinen Soziologie ebenso wie an ein rechtssoziologisch interessiertes Publikum aus dem pluralen Feld der Rechtsforschung und -praxis. Es kann interessierten Studierenden ebenso Orientierung geben wie (rechts-)soziologisch Versierten. Indem es soziologische Konzeptionalisierungen des Rechts im Kontext ihrer gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Einflüsse und Pfadabhängigkeiten zugänglich aufbereitet, möchte es dezidiert theoretische Auseinandersetzungen mit dem Recht als einem sozialen Phänomen stärken.

Alfons Bora


Alfons Bora war bis 2023 Universitätsprofessor für Soziologie an der Universität Bielefeld. Bei Velbrück Wissenschaft erschienen: Wissensregulierung und Regulierungswissen (hg. zusammen mit Anna Henkel und Carsten Reinhard, 2014).

Andrea Kretschmann


Andrea Kretschmann ist Professorin für Kultursoziologie an der Leuphana Universität Lüneburg und assoziierte Forscherin am Centre Marc Bloch. Bei Velbrück Wissenschaft erschienen: Regulierung des Irregulären. Carework und die symbolische Qualität des Rechts (2016) und Das Rechtsdenken Pierre Bourdieus (Hg., 2019).