Interaktion und Kommunikation im Alter

Interdisziplinäre Forschungsperspektiven

  • 1. Auflage 2022
  • erscheint Januar 2023
  • broschiert
  • 22,2 cm x 14,0 cm
  • Sprache des Textes: Deutsch
  • ca. 270 Seiten
  • ISBN 978-3-95832-308-7
noch nicht erschienen
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Beschreibung


Befördert durch eine stetige Zunahme des Anteils älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung erfährt das Thema Alter im deutschsprachigen Diskurs ein zunehmendes Interesse, das sich auch in einer stetig wachsenden Zahl sozial- und kulturwissenschaftlicher Auseinandersetzungen mit Phänomenen des Alter(n)s widerspiegelt. Eine gerontologische Kommunikationsforschung zeichnet sich hingegen erst allmählich im interdisziplinären und internationalen Feld der Aging Studies ab. Dies nimmt der Band Kommunikation im Alter zum Anlass, aktuelle theoretische und empirische Arbeiten aus dem deutschsprachigen Raum zu versammeln, die die kommunikationstheoretischen Überlegungen der Aging Studies aufgreifen, neu kontextualisieren und weiterdenken.

Die Beiträge des Bandes behandeln das Phänomen Alter(n) aus soziologischer, kommunikationstheoretischer und -empirischer, linguistischer und auch gerontologischer Perspektive. Im ersten Teil rückt die Frage nach Möglichkeiten einer näheren Bestimmung von (Kommunikation im) Alter in den Fokus. In diesem Rahmen wird Alter nicht als statische, sondern als relationale Größe entworfen, die im Alltag und in der Wissenschaft immer nur bis auf weiteres und kontextspezifisch bestimmbar ist. Im zweiten Teil wird die kontextuelle und kulturelle Variabilität von Alterskonzepten anhand empirisch fundierter Beiträge zu kultur-, milieu- und situationsspezifisch variierenden Auslegungen und Überwindungen von Altersgrenzen vertieft. Der dritte Teil widmet sich schließlich interaktiven Dimensionen alterstypischer degenerativer Erkrankungen wie Demenz und fragt, wie intersubjektive Kommunikation unter diesen Bedingungen überhaupt möglich ist.

Christian Meier zu Verl


Dr. Christian Meier zu Verl ist Soziologe und arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Geschichte und Soziologie der Universität Konstanz. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen qualitative Sozialforschung, Gesundheitssoziologie, Migrationssoziologie, Dis-/Ability Studies sowie Wissenschafts- und Techniksoziologie. Zusammen mit Robert Stock leitet er das Netzwerk Dis-/Abilities. Nicht-/Behinderung und Medien im Kontext der Digitalisierung.

Rafael Mollenhauer


Dr. Rafael Mollenhauer ist Kommunikationswissenschaftler und als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Duisburg-Essen beschäftigt. Forschungsschwerpunkte: Kommunikation im Alter; Subsymbolische Kommunikation im Kontext von Phylogenese, Ontogenese, Entwicklungsstörungen und degenerativen Erkrankungen; Kommunikationstheorie.