Magazin 06/2022

Velbrück Wissenschaft Magazin Podcast Folge 5

»Neue Normalität« mit Jörn Ahrens

Lockerungen, Sommerwelle, Boosterimpfungen, Maßnahmenpakete – Corona und kein Ende. Der Ausnahmezustand scheint zur gesellschaftlichen Routine geworden. Bereits früh in der Pandemie wurde dafür das Schlagwort einer »neuen Normalität« gefunden. Doch was bezeichnet diese Chiffre? Eine Art Zwischenzeit? Oder doch den Korridor zu einem neuen sozialen Zustand, über den noch kaum belastbares Wissen vorliegt? Diesen Fragen ist Prof. Jörn Ahrens in seinem Buch Neue Normalität nachgegangen, das er in dieser Episode des Velbrück Wissenschaft Magazin Podcasts vorstellt.

Magazin 06/2022

Die Instagram(m)atisierung des Geschmacks

Von Patricia A. Gwozdz

Lesegewohnheiten ändern sich mit dem Medium, sie erfordern einen eigenen Zugriff auf das Rezipierte. Deutlich wird das am Hypermedium Smartphone, das heute eine »agency« ermöglicht, die Sinnesdaten in rasender Geschwindigkeit erschafft, sendet, empfängt, berechnet und sie auf dem Interface seiner User:innen als Post innerhalb eines Feeds in Erscheinung treten lässt. Welche Bedingungen gegeben sein müssen, damit wir uns zu mündigen User:innen erziehen können und uns nicht in der Schnelligkeit der Posts verlieren, fragt Patricia A. Gwozdz (zuletzt bei Velbrück Wissenschaft erschienen: Homo academicus goes Pop) in ihrem Beitrag für das Velbrück Wissenschaft Magazin. Darin untersucht sie »Die Instagram(m)atisierung des Geschmacks« und skizziert ausgehend von Walter Benjamin eine »Kritik der digitalen Urteilskraft im Zeitalter ihrer algorithmischen Reproduzierbarkeit.«

Magazin 05/2022

Gesa Lindemann wird 66

»Leib. Grenze. Kritik.« – So lautet der Titel einer gerade bei Velbrück Wissenschaft erschienenen Festschrift. Wer mit der Soziologie vertraut ist und diese drei Begriffe zusammen sieht, weiß sofort: Jetzt kann es nur um Gesa Lindemann gehen. Kolleginnen und Kollegen gratulieren ihr im Velbrück Wissenschaft Magazin und schreiben, was sie an der Arbeit von Gesa Lindemann schätzen.

Magazin 03/2022

»To the other end / Where it begins«

Von Jan-Philipp Kruse

Dystopien haben Konjunktur. Kaum eine jüngere Erzählung, die sich in irgendeiner Weise mit der Zukunft auseinandersetzt, vermag sich darunter offenbar etwas anderes als eine Katastrophe vorzustellen. Dabei lässt sich beobachten, dass sowohl die Inhalte als auch die Herstellung, Distribution sowie Rezeption von Dystopien zusehends von der Digitalisierung geprägt sind. Digitalisierung verweist von sich auf die Idee des Fortschritts, als eine eigentlich eingespielte Kategorie gesellschaftlicher Selbstverständigung. Die digitale Dystopie zeigt jedoch an, dass diese Idee in große Schwierigkeiten geraten ist. Für das Velbrück Wissenschaft Magazin dechiffriert der Autor – aufbauend auf seinem im Januar erschienenen Buch – die Probleme des Fortschrittsbegriff als Semantische Krise.

Magazin 02/2022

Nachhaltige Klimapolitik

Von Nico Stehr und Hans von Storch

Setzt Deutschland die richtigen Prioritäten beim Umgang mit dem Klimawandel? Hans von Storch und Velbrück-Autor Nico Stehr diskutieren in ihrem Beitrag für das Velbrück Wissenschaft Magazin, ob die Einsparung von CO2-Emissionen allein ausreicht und was sonst noch getan werden muss.

Magazin 01/2022

Velbrück Wissenschaft Magazin Podcast Folge 4

Fermente des Sozialen

Die Metapher der Gärung führte in der Sozialtheorie eine bislang – passenderweise – eher unbemerkte Existenz, und dass obwohl sie bei so prominenten Autor:innen wie Marx, Durkheim, Lévi-Strauss oder Haraway eine mitunter entscheidende Rolle spielt. Auf die Fermente des Sozialen wirft nun Elena Beregows gleichnamiges Buch erstmals das Licht der soziologischen Analyse. Im Velbrück Wissenschaft Podcast stellt sie ihre Studie vor.

Magazin 01/2022

Sensibilitäten der Forschung

Von Anush Yeghiazaryan

Die Rolle der Forschenden im Kontext ethnographischer Studien ist vielfach zum Objekt methodologischer Reflexionen geworden. In Anush Yeghiazaryans Studie Mythos und Identität wird sie diskutiert im Kontext von Diaspora und persönlicher Sozialisation. Für das Velbrück Wissenschaft MAGAZIN schreibt die Autorin – in Armenien geboren und aufgewachsen, an deutschen Universitäten tätig, über armenische Gemeinden in Österreich, Armenien und Iran forschend – über ihre Erfahrungen mit der wachsenden/abnehmenden Distanz oder Nähe zur eigenen und zu fremden (Wissenschafts-)Kulturen, die sie im Prozess der Forschung gemacht hat.