Magazin 07/2021

Bildung und Verantwortung in der Mediengesellschaft

»Bildung und Verantwortung sind große Worte, die zur kleinen Münze zu werden drohen.« Das schreibt Jürgen Mittelstraß in seinem Beitrag für das Velbrück Wissenschaft Magazin. Der Text – ein Auszug aus seinem gerade erschienenen Buch Fröhliche Wissenschaft? – stellt neun kritische Thesen zum Verhältnis von »Bildung und Verantwortung in der Mediengesellschaft« vor.

Magazin 06/2021

Premierenepisode des Velbrück Wissenschaft Podcasts

Der Genozid an den Herero

Seit der Anerkennung des Völkermords an den Herero durch die deutsche Bundesregierung im Mai 2021 ist auch von politischer Seite bestätigt, worüber man sich in der Forschung längst einig ist. Hinsichtlich des Wie dieses auch in der umfassenden Gewaltgeschichte des Kolonialismus beispiellosen Verbrechens konnte unter Wissenschaftler:innen bislang noch kein Konsens erzielen werden. Dr. Matthias Häussler hat 2018 eine Studie über den Völkermord im heutigen Namibia vorgelegt. Er ist zu Gast in der Premierenepisode des Velbrück Wissenschaft Magazin Podcasts.

Magazin 06/2021

Medienanthropologie und die Zwischenlagen in der Soziologie

In Erinnerung an Bernhard Giesen

K. Ludwig Pfeiffer erinnert für das Velbrück Wissenschaft Magazin an den im Dezember 2020 verstorbenen Soziologen und Velbrück-Autoren Bernhard Giesen. Er diskutiert den Wert des von Giesen eingeführten Begriffs der Zwischenlagen im Hinblick auf die Medienanthropologie. Von K. Ludwig Pfeiffer ist bei Velbrück Wissenschaft gerade erschienen: Das Symposion. Sozialer Zusammenhalt in Geschichte und Literatur.

Magazin 05/2021

Der Raum wird flüssig.

Strukturierte Analysepraktiken für virtuelle Kontexte

Im 21. Jahrhundert ist die strikte Trennung von digital-virtuellen und physischen Räumen nicht mehr aufrechtzuerhalten. In der menschlichen Wahrnehmung verschwimmen beide Dimensionen zusehends – ein von Werbung und Marketing durchaus gewünschter und mittlerweile gezielt eingesetzter Effekt, wie Gerhard Martin Burs in seiner Studie Kontext. Sinnstiftung in virtuellen Systemen detailliert herausgearbeitet. Für das Velbrück Wissenschaft Magazin macht er vor, wie »Strukturierte Analysepraktiken für virtuelle Kontexte« aussehen können.

Magazin 04/2021

Das Haus brennt

In seinem Beitrag für das Velbrück Wissenschaft Magazin greift Hendrik Kühn einige Äußerungen auf, die Giorgio Agamben anlässlich der Corona-Krise formuliert hat. Kühn, der bei Velbrück Wissenschaft jüngst ein Buch zu Agamben veröffentlicht hat (Theorie der Singularitäten. Eine Lektüre von Giorgio Agambens ›Die kommende Gemeinschaft‹), führt dessen Gedanken in anderer Form weiter mit dem Ziel, Antwort auf die titelgebenden Frage zu geben: Was ist der Mensch und wo geht er hin?

Magazin 11/2020

Corona: Indikator einer schon lange gegenwärtigen Krise

Markus Heidingsfelder und Maren Lehmann haben hochinteressante Beiträger/innen aus unterschiedlichsten Fachrichtungen für den neuen Sammelband: »Corona. Weltgesellschaft im Ausnahmezustand?«, der im Dezember 2020 erscheintgewinnen könnenWas bedeutet Corona eigentlich für die Weltgesellschaft? Ein Ausnahmezustand ist es nicht, eine Apokalypse ist es auch nicht, eher eine Plage oder eine Warnung? Es geht um die Implikationen vernetzter, inklusiver Globalität und die spannende Frage, welche Immunantworten die unterschiedlichen gesellschaftlichen Teilbereiche auf diese ›Plage‹ ausbilden?

Magazin 11/2020

Die Psychologie des Kolonialismus

Mongi Serbaji über Albert Memmis Portrait du colonisé

In seinem Magazinbeitrag diskutiert Mongi Serbaji, Beiträger des neuen Bandes von Sarhan Dhouib »Erinnerungen an Unrecht« (erscheint Dezember 2020), die politischen Herausforderungen einer Psychologie des Kolonialismus. Er bezieht sich dabei auf den tunesischen Philosophen und Essayisten Albert Memmi, der in seinem Werk Portrait du colonisé den Kolonialismus als ein Drama schildert, das sowohl von Kolonisierten wie auch den Kolonisatoren selber so empfunden wird. Serbaji legt in seiner spannenden Analyse den politischen Hintergrund des Portraits des Kolonisierten offen. (Mongi Serbaji, * 1973, promovierte an der Universität für Geistes- und Sozialwissenschaften Tunis über die Prozeduralisierung des Rechts nach Habermas)

Magazin 03/2020

Das comeback der Gesellschaft, aber wie? Das Loskommen von Luhmann und die Form der Gesellschaftstheorie

Ein beitrag von Tobias Arenz

In seinem Artikel für das Velbrück Wissenschaft Magazin erläutert Tobias Arenz, in dichtem Bezug zu seiner Studie »Die Spur der Gesellschaft. Reflexionen zur Gesellschaftstheorie nach Luhmann«, wie die Gesellschaft den formalen Blick Luhmanns übernehmen und von innen heraus überwinden muss. Der entscheidende Schritt auf dem Weg zu einer Gesellschaftstheorie »nach« Luhmann ist die Reflexion ihrer Normativität. Dieser Schritt erfolgt über einen Gesellschaftstheorievergleich, der ein neues, mit Pluralität zu vereinbarendes Verständnis von Normativität hervorbringt.

Magazin 03/2020

Vertraute Stabilität

Zur trügerischen Ruhe des Vertrauens im Prozess sozialer Verflechtung

Der im Folgenden dokumentierte Kurzvortrag von Julian Valentin Möhring, gehalten am 22.03.2019 in Berlin auf dem Kongress »Psychosomatik in unruhigen Zeiten. Vertrautes und Visionen« der Deutschen Gesellschaft für psychosomatische Medizin und ärztliche Psychotherapie in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kollegium für Psychosomatische Medizin, fasst in geraffter Form die Thesen seines jüngst bei Velbrück Wissenschaft erschienenen, gleichnamigen Buchs zusammen.

Magazin 04/2019

»Wehrhafte Demokratie« oder wie ein Inlandsgeheimdienst zum Demokratieschützer wird

Von Sarah Schulz

In ihrem Artikel für das Velbrück Wissenschaft Magazin erläutert Sarah Schulz, in dichtem Bezug zu ihrer Studie »Die freiheitliche demokratische Grundordnung. Ergebnis und Folgen eines historisch-politischen Prozesses«, wie deutsche Sicherheitsbehörden versuchen, sich als fraglos neutrale Instanzen des Demokratieschutzes zu inszenieren. Die Autorin kritisiert, dass eine Institution wie der Verfassungsschutz, die in den letzten Jahren von einem Skandal in den nächsten rutschte, für sich die Legitimität beansprucht, zu entscheiden, wer als ›Extremist‹ und damit als Feind der Demokratie zu gelten hat.

Magazin 10/2018

Digitalisierung der Lebenswelt als Angriff auf die Vulnerabilität

Velbrück Wissenschaft freut sich, im kommenden Frühjahrsprogramm unter anderem das neue Buch von Martin W. Schnell mit dem Titel »Digitalisierung der Lebenswelt« präsentieren zu können. Darin wird der Autor Thematiken aus seiner ebenfalls bei Velbrück Wissenschaften erschienenen Grundlagenstudie »Ethik im Zeichen vulnerabler Personen. Leiblichkeit – Endlichkeit – Nichtexklusivität (2017)« aufgreifen und sie zu einer Zeitdiagnose im Horizont einer Sozialphilosophie der Vulnerabilität erweitern. Im folgenden Text umreißt er für das Verlagsmagazin thesenhaft sein Projekt.

 

Magazin 07/2018

Systemerien

Hier finden Sie einen aktuellen Beitrag unseres Autors Peter Fuchs. In seinem demnächst erscheinenden Buch »Systemerien« vertritt Fuchs die These, dass die moderne Gesellschaft wie andere Sozialformationen ein ›fundamentum inconcussum‹ benötigt. Dieses Fundament ist aber paradoxer Weise ein ‚fundamentum concussum‘ und bezeichnet die Erschütterlichkeit des Unerschütterlichen. Das Paradigma: Alles, was beobachtet wird, kann anders beobachtet werden. Vielleicht lässt sich von einer Kontingenzformel der modernen Gesellschaft sprechen. Oder anders formuliert: Alles, was anders beobachtet werden kann, kann anders anders beobachtet werden.

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