Vom Weltbild der Rhetorik, vom Buchdruck und von der Erfindung des Subjekts

Ein medientheoretischer Essay zum sozialen Wandel

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2011
  • Hardcover
  • 296 Seiten
  • 22.2 x 14 cm
  • ISBN 9783942393249
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Beschreibung


So, wie der Buchdruck den Schlüssel zur Neuzeit und zur Moderne darstellt, so bildet die Rhetorik den Schlüssel zu einem Verständnis der Antike und des Mittelalters. Aber erst die Beobachtung der Kollision von Rhetorik und Buchdruck lässt uns die Übergänge verstehen: Den Untergang der Rhetorik, das Aufkommen der Subjektphilosophie sowie den mit all dem einhergehenden sozialen Wandel, der uns über die Neuzeit in Richtung Moderne geführt hat.

 

Harald Wasser


Harald Wasser, Magister mit Promotion in den Fächern Philosophie, Germanistik, Ethnologie (Uni Köln), Redakteur beim WDR und freier Autor und Dozent. Fachgebiete: Philosophie, Psychologie/Psychoanalyse, Soziologie, Medientheorie.

Pressestimmen


Während die Rhetorik (...) als Oralität und Literalität überwölbendes Leitkonzept verstanden wird, "als Schlüssel zur Antike und zum Mittelalter" (...), steht auf der anderen Seite der Buchdruck (...) als Leitmedium der Neuzeit, das den Untergang der Rhetorik besiegelt und das Aufkommen der Subjektphilosophie vorbereitet. (...) Beachtung verdient (...) die zentrale Bedeutung, die der Verf. (...) der Rhetorik zuschreibt, welche als grundlegendes Ordnungssystem der vor-typographischen Welt verstanden wird.
Germanistik, Band 54, Heft 1-2 (2013), Haiko Wandhoff.
Die inhaltlich reich ausgestattete Studie ist nicht nur für heutige Ausleger allgemein anregend und informativ, sondern sollte im Vollzug gegenwärtiger hermeneutischer Neuorientierung zukunftsoffenen Umgangs mit jeweiliger Tradition und wirkungsgeschichtlicher Herkunft anregend, ja verpflichtend sein. (...) Die Leistung des Buches leitet zu einer fruchtbaren Vergleichbarkeit diverser Seinszeugnisse aus unterschiedlichsten Kulturen und Zeiten hin, die sich im globalen Dialog phänomenologisch realisieren können.
Theologische Literaturzeitung, Jg. 138, 7-8/2013, Klaus Otte.