Toleranz und Intoleranz in der arabischen Moderne

Philosophische Perspektiven

  • Erscheinungstermin: Januar 2027
  • broschiert
  • 22,2 cm x 14,0 cm
  • 1. Auflage 2027
  • Sprache des Textes: Deutsch
  • ca. 500 Seiten
  • ISBN 978-3-95832-458-9
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Beschreibung


Die vorliegende Monografie untersucht die Debatten um Toleranz und Intoleranz in der arabischen Moderne von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zur Entstehung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (1948). Als erste systematische Forschungsarbeit zu diesen Begriffen im arabischsprachigen Raum besitzt sie Pioniercharakter.

Dies in mehrfacher Hinsicht: Sie nimmt neben dem Toleranz- auch den Intoleranzbegriff gezielt in den Blick, kontextualisiert die jeweiligen Positionen der Autorinnen und Autoren historisch wie philosophisch, einschließlich der feministischen Kritik an der intolerablen Ungleichbehandlung auf politischer, sozialer und Geschlechterebene.

Durch diese fundierte Erweiterung des kulturell-geographischen Horizonts differenziert die Untersuchung die bislang dominierenden, meist eurozentrisch geprägten Konzeptualisierungen. Mit seiner Reflexion leistet Sarhan Dhouib damit einen entscheidenden Beitrag zur globalen philosophischen Toleranzdebatte, zum Verständnis der arabischen Moderne aus einer dezentrierten Perspektive sowie zum inter- und transkulturellen Philosophieren.

Sarhan Dhouib


Sarhan Dhouib ist ab September 2026 Professor für Interkulturelle Religionsphilosophie an der Universität Wien. 2008 wurde er an den Universitäten Bremen und Tunis über System und Identität bei Schelling promoviert; 2026 folgte seine Habilitation zu Toleranz und Intoleranz in der arabischen Moderne an der Universität Hildesheim, wo er gegenwärtig als Gastwissenschaftler tätig ist. Darüber hinaus lehrte und forschte er an der Universität Kassel. Bei Velbrück Wissenschaft hat er unter anderem herausgegeben: Philosophieren in der Diktatur (2022), Erinnerungen an Unrecht (2021), Toleranz in transkultureller Perspektive (2020), Formen des Sprechens, Modi des Schweigens (2018).