Menschliche Sensibilität

Inspiration und Überforderung

  • broschiert
  • 2. Auflage 2024
  • 31.10.2024
  • 22,2 cm x 14,0 cm
  • 460 Seiten
  • Sprache des Textes: Deutsch
  • ISBN 978-3-95832-387-2
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Beschreibung


Dieses Buch bietet eine sensible Phänomenologie menschlicher Sensibilität. Dabei geht es dem Autor vor allem um eine praktische Perspektive der Sensibilisierung für subtile Gewalt im ethischen Denken und im Übermaß der Herausforderung, ›menschlich‹ zu leben. Während man in der Anthropologie der Aufklärung noch Sensibilität und Menschlichkeit zusammendachte, nährt die Geschichte, auf die wir heute zurückblicken, gerade an diesem Zusammenhang tiefgreifende Zweifel. Kulminierte die europäische Geschichte nicht in einer radikalen Gewalt, die geradezu als Versuch der Liquidierung menschlicher Sensibilität verstanden werden kann? So gesehen ist von menschlicher Sensibilität heute nur im Lichte ihrer radikalen Infragestellung durch die europäische Gewaltgeschichte zu reden.

Burkhard Liebsch


Burkhard Liebsch

Burkhard Liebsch ist Prof. i.R. an der Ruhr Universität Bochum. Bei Velbrück Wissenschaft hat er veröffentlicht: Gastlichkeit und Freiheit. Polemische Konturen europäischer Kultur (2005); Revisionen der Trauer. In philosophischen, geschichtlichen, psychoanalytischen und ästhetischen Perspektiven (2006); Subtile Gewalt. Spielräume sprachlicher Verletzbarkeit (2007); Menschliche Sensibilität. Inspiration und Überforderung (2008); Renaissance des Menschen? Zum polemologisch-anthropologischen Diskurs der Gegenwart (2010); Prekäre Selbst-Bezeugung. Die erschütterte Wer-Frage im Horizont der Moderne (2012); Unaufhebbare Gewalt. Umrisse einer Anti-Geschichte des Politischen. Leipziger Vorlesungen zur Politischen Theorie und Sozialphilosophie (2015); Perspektiven europäischer Gastlichkeit. Geschichte ‒ Kulturelle Praktiken ‒ Kritik (hg. zusammen Michael Staudigl und Philipp Stoellger, 2016).