Pragmatische Medienphilosophie

Grundlegung einer neuen Disziplin im Zeitalter des Internet

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2001
  • Paperback
  • 276 Seiten
  • 22.2 x 14 cm
  • ISBN 9783934730397
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Beschreibung


Sandbothes Plädoyer für eine pragmatische Medienphilosophie läuft auf den Vorschlag hinaus, den fast schon konfessionell anmutenden Glaubensstreit zwischen Medienrealisten und Medienkonstruktivisten durch die Frage aufzulockern, welche Medienepistemologie für demokratische Gesellschaftsformen angemessen ist. Um eine Antwort auf diese Frage zu geben, legt der Autor die Veränderungen frei, die unsere Mediennutzungsgewohnheiten im Zeitalter des Internet erfahren.

Mike Sandbothe


Mike Sandbothe

Mike Sandbothe, geb. 1961. Studium der Philosophie, Linguistik, Literaturwissenschaft und Publizistik in Tübingen, Berlin und Bamberg. Privatdozent am Institut für Philosophie der Universität Jena. 1995 Forschungsaufenthalt an der Stanford University (USA). 2000/01 Vertretungsprofessur an der Universität Bielefeld. 2001-2003: Hochschuldozent für Medienwissenschaft und Kulturtheorien Universität Jena 2003-2005: C4-Professor für Medienphilosophie an der Universität der Künste Berlin 2005-2008: Research Professor an der Fakultät für Technik, Wissenschaft und Medizin der Aalborg Universität Kopenhagen. 2006-2010: Kulturpolitischer Medienberater der Nomad Academy Copenhagen und CEO der Nomad Company (Aalborg/Kopenhagen).

Pressestimmen


Gegen die kulturwissenschaftliche Standardthese eines Medien- und entsprechend Technikaprioris hebt Mike Sandbothe zu Recht die Notwendigkeit einer erst noch zu leistenden Fundierung von Medienphilosophen hervor und macht so auf ein grundlegendes theoretisches Defizit aufmerksam - das der Begründung, der Legitimität des Denkens des Diskurses selber.
Dieter Mersch, Philosophische Rundschau, Heft 3, September 2003
Sandbothes Habilitationsschrift, die hier in überarbeiteter Form vorliegt, weist ihren Vefasser nicht nur als einen der wenigen intensiven Kenner der Materie aus (...). Das Buch ist für die weitere Diskussion ein Datum, an dem für geraume Zeit neimand vorbei kommen dürfte, der zum Thema Medienphilosophie arbeitet. Der Titel »Grundlegung« trifft.
Lars Rademacher, Communicatio Socialis, 35. Jg. (2002) Heft 2.
Sandbothes Streitschrift fordert eine Umorientierung hin zu einem im pragmatischen Sinne verstandenen aktiven Vernunftgebrauch, der nicht nur raffinierte Behauptungen aufstellt, sondern Veränderungen anzuleiten vermag. Der gewaltige Medienumbruch, den das allumfassende Vordringen der digitalen Werkzeuge in alle Lebens- und Gesellschaftsprozesse derzeit bewirkt, wird, so Sandbothe, diese Umorientierung ohnehin erzwingen. Rechner- und Internetkommunikation werden eine neuerliche, eine »pragmatische« Wende in die Philosophie bringen. Das Internet bringt nicht nur einen neuen Gegenstand der Philosophie, sondern vor allem eine neue Form der Philosophie hervor, die sich derjenigen des Schrift- und Buchzeitalters entgegenstellt.(...) Sandbothes Untersuchung erhebt nicht nur den Ruf zur Vernunft, sondern auch den Anspruch auf eine eigene Position innerhalb der amtlichen Philosophie.
Lorenz Engell, Süddeutsche Zeitung, 30. März 2002.
Eine gut lesbare Einführung in die Grundfragen einer vom Rortyschen Pragmatismus aus zu entwickelnden Medienphilosophie. Der Text selbst gibt sich hierbei explizit als Bauskizze, nicht als fertiges Gebäude. Gewissen grundsätzlichen Fragwürdigkeiten zum Trotz handelt es sich zweifelsohne um einen wichtigen Diskussionsbeitrag in Hinblick auf die Ausarbeitung einer pragmatischen Medientheorie.
Peter Riedel, MEDIENwissenschaft, Heft 2/2002.