Rousseau und die Aufklärung der Urteilskraft

  • Sprache des Textes: Deutsch
  • Erscheint: April 2024
  • 472 Seiten
  • broschiert
  • 22,2 cm x 14,0 cm
  • 1. Auflage 2024
  • ISBN 978-3-95832-359-9
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Beschreibung


Rousseaus philosophischer Denkweg ist nach wie vor einer verwirrenden Vielfalt von Interpretationshypothesen – aber auch polemischen Herabsetzungen – ausgesetzt. Rainer Enskat zeigt anhand der Musterung aller verfügbaren Texte, dass Rousseau sogar schon vor seiner ersten Publikation – dem Ersten Diskurs – angefangen hat, an einem kohärenten Weg zur Konzeption der Aufklärung der Urteilskraft zu arbeiten.

Seine erste radikale Einsicht ergab sich aus dem Bruch mit der vor allem von Diderot favorisierten Konzeption einer Aufklärung durch Wissenschaft. Nach diesem Bruch und dieser Einsicht hat er bis in seine postume Schrift Les rêveries du promeneur solitaire (1782) an diesem thematischen Weg gearbeitet. Vor allem sein Émile ou de l‘éducation (1762) kommt einer planmäßigen Wiederentdeckung der kognitiven Schlüsselrolle gleich, die der Urteilskraft sowohl im täglichen Leben der Menschen wie in ihrer wissenschaftlichen Arbeit zukommt.

Die vorliegende Monographie ist aus den dreiundzwanzig Rousseau-Abschnitten des Buchs Bedingungen der Aufklärung. Philosophische Untersuchungen zu einer Aufgabe der Urteilskraft (2008) sowie dessen Einleitung und Schlussabschnitt entstanden. Sie präsentiert die dort versammelten Ergebnisse in durchgesehener und überarbeiteter Form.

Rainer Enskat


Rainer Enskat

Rainer Enskat war Professor an den Universitäten Heidelberg, Ulm und Halle und von 2005 bis 2008 Geschäftsführender Direktor des Interdisziplinären Zentrums für Aufklärungsforschung an der Universität Halle. Seit 2008 emeritiert. Bei Velbrück Wissenschaft erschienen: Bedingungen der Aufklärung. Philosophische Untersuchungen zu einer Aufgabe der Urteilskraft (2008; Paperback 2020).