Die Psyche

Studien zur Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt

  • Erscheinungsdatum: 16.11.2005
  • Buch
  • 160 Seiten
  • 22.2 x 14 cm
  • ISBN 9783938808023
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Beschreibung


Ohne je psychisch zu sein, ist das Soziale so durch Psychisches, wie das Psychische, ohne je sozial zu sein, durch das Soziale ist. Dieser verschachtelte Chiasmus behauptet, dass das, was wir in der europäischen Tradition sorgsam getrennt halten (den Selbststand des Psychischen und – seit einiger Zeit auch – den Selbststand des Sozialen), nicht mehr sorglos getrennt halten können. Da koinzidiert etwas auf eine seltsame (ja erschreckende) Weise. Es droht eine coincidentia oppositorum. Dem Erschrecken darüber lassen sich aber die Faszinationsmöglichkeiten gegenüberstellen, die das Denken/Kommunizieren gewinnt, wenn es – von Differenz ausgehend – beginnt, sich für die Einheit des Verschiedenen zu interessieren, für die unitas multiplex des im genauen Sinne Psychosozialen.

Peter Fuchs


Peter Fuchs war von 1992 bis 2007 Professor für Allgemeine Soziologie und für Soziologie der Behinderung an der Hochschule Neubrandenburg. Unter anderem bei Velbrück Wissenschaft erschienen: Das Gehirn ist genauso doof wie die Milz (mit Markus Heidingsfelder, 2005); Das System SELBST. Eine Studie zur Frage: Wer liebt wen, wenn jemand sagt: »Ich liebe Dich!«? (2010); Der Papst und der Fuchs. Eine fabelhaft unaufgeregte Unterhaltung (2012); DAS Sinnsystem (2015); Der Fuß des Leuchtturms liegt im Dunkeln (2015); Systemerien. Tagweise (2018).

Pressestimmen


Genau diese provokante These wird in diesem Buch vertreten: Die Psyche ist nicht das Ursprüngliche, auf welches das Soziale aufbaut, sondern sie ist auf das Soziale angewiesen.
Soziologische Revue, Jg. 34 (2011).